Der Barmherzigkeit Gottes begegnen

Anbetung bei einem Abend der Barmherzigkeit

St. Pölten, 10.03.2016 (dsp/Kirche bunt) In rund einem Dutzend Orten in der Diözese St. Pölten wird in dieser Fastenzeit zu einem „Abend der Barmherzigkeit“ eingeladen. Sie bilden einen besonderen diözesanen Schwerpunkt im gegenwärtigen „Jahr der Barmherzigkeit“.

Es handelt sich dabei um eine neue Gebets- bzw. Andachtsform, die Vertrautes bzw. Altbekanntes mit neuen Formen verbindet. Die Idee dazu geht auf den Weltjugendtag im Millenniumsjahr 2000 in Rom zurück, wo viele Kirchen ihre Türen für eine gestaltete Zeit der Anbetung mit Beichtmöglichkeit öffneten. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) war ein großer Verehrer der göttlichen Barmherzigkeit; auf ihn geht auch die Feier des „Sonntags der göttlichen Barmherzigkeit“ am Sonntag nach Ostern, dem „Weißen Sonntag“, zurück. Von Rom brachten viele Teilnehmer diese Idee mit in ihre Gemeinschaften, Diözesen und Pfarren.

„Ein Abend der Barmherzigkeit ist eine Art Gebetstreffen, das für Glaubende und Suchende offen steht. Am wichtigsten ist dabei, dass die Menschen ganz persönlich Jesus begegnen“, sagt Désirée Heigl vom diözesanen Referat für Neuevangelisierung, das auch organisatorische Hilfestellungen bietet (http://neuevangelisierung.dsp.at). Fixpunkte sind die eucharistische Anbetung und die Möglichkeit zum Empfang der heiligen Beichte. Beide sind in besonderer Weise geeignet, die Barmherzigkeit Gottes im eigenen Leben zu erfahren – durch die sakramentale Gegenwart Jesu im eucharistischen Brot einerseits, andererseits im Erleben der frei machenden Liebe Gottes durch das Sak­rament der Buße. Hier nimmt die Erfahrung der Barmherzigkeit im eigenen Leben Gestalt an.

Meditative Texte, Lieder, Gebete und Impulse führen zu dieser Begegnung hin. Auf ein stimmungsvolles Ambiente, Kerzenlicht und passende Musik wird in der Vorbereitung besondere Sorgfalt verwendet.

Oft ist das persönliche Lebenszeugnis von Menschen, die in ihrem Leben auf unterschiedlichste Weise eine tiefe Gotteserfahrung gemacht haben, Teil eines Abends der Barmherzigkeit. „Es geht dabei nicht um Außergewöhnliches“, so Heigl, „sondern darum, dass Menschen ihre Erfahrungen aus dem persönlichen Glaubensleben mit anderen teilen, um sich so gegenseitig zu bereichern und zu stärken.“ So sprach beim Abend der Barmherzigkeit in Herzogenburg am 3. März der langjährige Leiter der Emmausgemeinschaft in St. Pölten, Mag. Karl Rottenschlager.

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