Christophorus-Sammlung am 24. Juli für Missionsfahrzeuge - und Maultiere

MIVA-Hilfsaktion

St. Pölten, 18.07.2016 (dsp) Die österreichische MIVA und die Diözese St. Pölten rufen in ihrer großen Spendenaktion am 24. Juli dazu auf, Mobilität zu teilen und bittet Autofahrerinnen und Autofahrer um ihren Beitrag. Das Hilfswerk der katholischen Kirche finanziert Fahrzeuge für Mission und Entwicklung – vor allem Geländewagen, die sich auch unter schwierigen Bedingungen bewähren. Im Mittelpunkt der Aktion 2016 steht allerdings ein Projekt, das auf Tiere statt Autos setzt. Frauen in Haiti sollen Maultiere bekommen.

Im gebirgigen Gelände nahe der Hafenstadt Jacmel im Süden Haitis leben arme Familien. Bei dem schweren Erdbeben, das Haiti 2010 heimsuchte, wurden ihre Häuser sehr in Mitleidenschaft gezogen. Während sich die Hilfe auf das fast zur Hälfte zerstörte Jacmel konzentrierte, blieben die Kleinbauern auf sich allein gestellt. Sie gründeten eine Bauernkooperative namens „Benjamin“ und produzieren seither gemeinsam Gemüse und Obst.

Für die Vermarktung sind traditionellerweise die Frauen zuständig. Aber es ist mit viel Mühe verbunden, die Produkte auf den Markt zu bringen. Einerseits führt in dem steilen Gelände keine Straße zu den Häusern und Anbaugebieten, andererseits wäre jedes Fahrzeug mit untragbaren Kosten verbunden. Darum gehen Frauen mehrmals pro Woche mit schweren Lasten auf dem Kopf über weite und steile Wege in die Stadt.

Maultiere für Frauen

Die Kooperative „Benjamin“ setzt nun auf eine konkrete Unterstützung der Frauen, indem sie ihnen Maultiere zur Verfügung stellt. Die Tiere, deren Anschaffungspreis bei umgerechnet etwa 500 Euro liegt, sind für den Warentransport in dem gebirgigen Gelände hervorragend geeignet. Die MIVA unterstützt diese Initiative und möchte aus dem Erlös der diesjährigen ChristophorusAktion viele der benötigten Mulis finanzieren. Dabei ist „Benjamin“ nicht das einzige derartige Projekt in Haiti; auch in anderen Gegenden, in denen Straßen und Fahrzeuge fehlen, sind Maultiere die willkommene Alternative.

Christophorus als Zeichen der Solidarität

Der heilige Christophorus gilt in der katholischen Tradition als Patron der Reisenden. Die ChristophorusAktion macht auf den hohen Wert der Mobilität aufmerksam, erinnert aber auch an die Risiken des Fahrens. Zudem steht Christophorus für internationale Solidarität. Die MIVA ersucht vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer, „Einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto“ zur Verfügung zu stellen und damit ein Stück Mobilität mit Menschen der südlichen Hemisphäre zu teilen.

Christophorus-Sonntag

Am ChristophorusSonntag, dem 24. Juli 2016, werden in vielen österreichischen Pfarren auch Fahrzeugsegnungen abgehalten. Besonders gekennzeichnete Opferstöcke in den Kirchen stehen für die Spende zur ChristophorusAktion bereit.

Spendenkonto

IBAN AT07 2032 0321 0060 0000