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Caritas St. Pölten hilft armutsbetroffenen Menschen in Niederösterreich

Christian Köstler (Leiter der Pfarrcaritas), Grete Gamper (Leiterin Carla Amstetten), Caritasdirektor Hannes Ziselsberger

Amstetten, 28.10.2016 (dsp) „Als Caritas sind wir ein Teil der sozialen Infrastruktur des Landes und sind auch ständig gefordert, diese soziale Infrastruktur zu gestalten.“ Das betonte Caritasdirektor Hannes Ziselsberger beim Start der Inlandssammlung der Caritas in Amstetten. „Die soziale Infrastruktur ist für das Gelingen der Gesellschaft unverzichtbar.“ Die Inlandskampagne der Caritas der Diözese St. Pölten erbrachte im Vorjahr 147.000,- Euro an Spenden. Davon kamen mehr als 94.000 Euro aus der Kirchensammlung am „Elisabethsonntag“, dem Sonntag nach dem Fest der heiligen Elisabeth von Thüringen, der Patronin der Caritas.

Auf drei Aspekte der sozialen Infrastruktur wies Direktor Ziselsberger besonders hin: „Wir brauchen eine existenzsichernde Absicherung jeder Person in unserer Gesellschaft. Wir brauchen eine professionelle Handreichung für jene Menschen, die sich aus der Armut herausarbeiten wollen oder die in der ganz konkreten Notsituation alleine nicht mehr herausfinden. Und wir brauchen auch eine Gesellschaft, die sich sozial engagiert.“ Niemand dürfe auf Grund von Armut in seiner Existenz gefährdet sein, krank werden oder ausgeschlossen sein. Die Teilhabe an der Gesellschaft müsse für jeden Menschen gesichert sein. Das letzte Netz, das hier zur Verfügung stehe, sei die bedarfsorientierte Mindestsicherung. Auch diese müsse zumindest so ausgestaltet sein, dass die Grundbedürfnisse von Wohnen, Heizung, Nahrung und einem gewissen gesellschaftlichen Anschluss sichergestellt seien, so Ziselsberger.

Österreich: 1,5 Millionen Menschen armutsgefährdet

Mehr als 1,5 Millionen Menschen in Österreich sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche aus Ein-Eltern-Haushalten, Familien mit drei und mehr Kindern und Menschen mit Migrationshintergrund. 70.000 Kinder und Jugendliche sind auf Mindestsicherung angewiesen. Wer von Anfang an mit der harten Realität materieller Not konfrontiert ist, startet einen Meter hinter der Startlinie ins Leben. Die materielle Not hat folgenreiche Auswirkungen: Kinder aus sozial benachteiligen Familien tun sich in der Regel in der Schule viel schwerer, kämpfen öfter mit gesundheitlichen Problemen als ihre AlterskollegInnen und erleben schon sehr früh, was es heißt nicht dazu zu gehören. Schlechtere Bildung bedeutet für diese Kinder in vielen Fällen in weiterer Folge Arbeitslosigkeit.

In 4 Sozialberatungsstellen (Amstetten, St. Pölten, Krems und Waidhofen/Thaya) in der Diözese St. Pölten stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas Menschen in Notsituationen mit Rat und Tat zur Seite, wie Marianne Weigl, Leiterin der Caritas Sozialberatungsstellen, erklärte. Sie erhalten auch Unterstützung in Form von Gutscheinen für das Notwendigste. So konnte die Caritas St. Pölten im letzten Jahr in den „carlas“ (Secondhand-Läden) rund 5.000 Menschen mit nötiger Kleidung unterstützen, 2.300 Haushalte mit Lebensmittelgutscheinen versorgen und Zuschüsse für die Energiekosten im Wert von über 50.000 Euro leisten. Weigl betonte außerdem: „Wir legen besonderen Wert auf die genaue Überprüfung der jeweiligen finanziellen Situation der Betroffenen um sicherzustellen, dass Spendengelder richtig eingesetzt werden und alle Mittel der öffentlichen Hand ausgeschöpft sind.“

Caritas-Spendenkonto
Caritas-Spendenkonto: Raiffeisenbank St. Pölten
IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000, Kennwort: Inlandshilfe
Online-Spenden: www.caritas.at/inlandshilfe