Caritas Socialis: Ordensfrauen nehmen Abschied von St. Aegyd

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St. Aegyd, 08.09.2016 (dsp) Seit 1966 hat die Schwesterngemeinschaft der Caritas Socialis (CS) ein Urlaubshaus in St. Aegyd am Neuwalde geführt. Nun haben mit Anfang September die letzten drei Schwestern St. Aegyd verlassen. Das Haus wird aber auch nach dem Weggang der Schwestern als Urlaubshaus der Caritas Socialis von einer Familie weiter betrieben werden. Das Haus ist vor allem auch bei Mariazell-Wallfahrern beliebt.

Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in St. Aegyd wurden die drei scheidenden Schwestern für ihren langjährigen Dienst bedankt. Pfarrer Miezyslaw Sprycha würdigte die langjährige Zusammenarbeit mit dem Orden. Dessen Generalleiterin Sr. Susanne Krendelsberger dankte den Schwestern für ihr Zeugnis des Glaubens unter den Menschen in St. Aegyd und in der Pfarre. Eine Schwester übersiedelt ins deutsche Görlitz, wo sie gemeinsam mit einer weiteren Schwester im Geburtshaus der CS-Gründerin Hildegard Burjan (1883-1933) präsent sein wird. Die beiden anderen Schwestern übersiedeln nach Wien.

CS-Schwestern waren schon von 1935-1938 in St. Aegyd in der Familienpflege und in der Führung eines Kinderferienhauses, des Kindergartens und Hortes eingesetzt. 1964 wurde dann im Jänner das CS-Haus von der Schwesterngemeinschaft erworben, renoviert und 1966 als Urlaubshaus gesegnet und in Betrieb genommen. 1975 wurde noch eine Kapelle eingerichtet.

CS-Schwestern sind in Österreich, Brasilien, Deutschland und Südtirol vertreten. In drei CS Pflege- und Sozialzentren in Wien wird professionelle Pflege und Betreuung für alte und chronisch kranke Menschen angeboten - stationär, in Tageszentren, im CS Hospiz Rennweg, in Wohngemeinschaften und zu Hause. Die CS führt Kindergärten und Horte, ein Wohnheim für Mutter und Kind und eine Beratungsstelle. Die Caritas Socialis ist weiters auch im Verein "Solwodi Österreich" engagiert, einer Initiative von sechs Ordensgemeinschaften gegen Menschenhandel. In Brasilien führen die Schwestern ein Familiensozialzentrum und engagieren sich in der Pastoral da Crianca (Kinderpastoral), einem Projekt gegen Unterernährung und für die Familie.