Bischof Oster zu Besuch im Stift Göttweig

Bischof Stefan Oster mit dem Konvent des Benediktinerstiftes Göttweig (Foto: Stift Göttweig)

Furth, 08.08.2016 (dsp) Der Passauer Diözesanbischof Stefan Oster besuchte das Benediktinerstift Göttweig, das durch Bischof Altmann von Passau im Jahr 1083 gegründet worden war. Es war der erste Besuch des 2014 zum 85. Bischofs von Passau geweihten Salesianers in der Lieblingsgründung seines Vorgängers, zu dessen Ehre er auch das festlich gestaltete Pontifikalamt anlässlich des „Altmannisonntages“ in der Stiftskirche feierte und an dessen Grab er betete.

In seiner Predigt, die ihren Ausgang in den stürmischen Zeiten um Bischof Altmann nahm, warnte Bischof Oster die feiernde Gemeinde davor, sich „den Glauben selbst basteln“ zu wollen und dabei in eine Art „Patchwork-Glauben“ zu verfallen: „Nicht ich forme den Glauben für mich, sondern ich werde von einer Wirklichkeit berührt, die vor mir da war, von der ich mich verändern lasse“. Oster ermutigte die Gläubigen, sich Christus neu zuzuwenden, der „uns voll Wahrheit und Liebe ansieht“ und „der in einer persönlichen Freundschaft mit jedem einzelnen leben will“.

In den anschließenden Begegnungen mit den Gottesdienstbesuchern und dem Benediktiner-Konvent nahm sich Bischof Oster gründlich Zeit zum Gespräch und Austausch. Eine Führung durch Abt Columban rundete den mehrstündigen Besuch ab, der nach dem Wunsch aller wiederholt werden soll. Die Beziehungen zwischen Stift Göttweig und dem Passauer Bischof sind – aufgrund der gemeinsamen Geschichte – traditionell freundschaftlich geprägt.

Predigt im Wortlaut