Bischof Küng: Familien sind Quellen des Friedens in einer unruhigen Welt

Familienbischof DDr. Klaus Küng

Pöllau, 23.07.2016 (dsp) „Familien sind Quellen des Friedens in einer unruhigen Welt, die sich nach Frieden sehnt“, so Familienbischof Klaus Küng in Pöllau beim Jungfamilientreffen 2016 vor rund 400 Familien. Die Erneuerung der Familie sei keine Frage von bestimmter Gesinnung oder idealer Moral, sondern sie sei die Entscheidungsfrage über das Grundgefüge der gesamten Gesellschaft überhaupt. Aus dem Glauben heraus Familie zu leben, wirke „wie das Gründen eine wasserspendende Oase in der Wüste“, so der Bischof in seinem Vortrag über die Muttergottes als Hilfe der Familien.

Küng erinnerte an das Synodenschreiben „Amoris laetitia“ und seinen zahlreichen lebensnahen und vielfach praktischen Hinweise. Auch dessen Name, „Freude der Liebe“, drücke schon das aus, was den Wesenskern der Familie ausmache. Die Familie sei der Ort, wo die Botschaft Gottes für das eigene Leben zum Vorschein komme. Maria trage dabei jede Familie mit ihren eigenen Ereignissen in ihrem Herzen. Gleichzeitig lehre uns die Muttergottes Mut und Gelassenheit, zwei Gaben des Heiligen Geistes, die befreiende Wirkung haben.

Der Bischof wies weiters auf die vielfältigen Schwierigkeiten hin, denen sich heute Familien stellen müssten, sei es in persönlicher, gesellschaftlicher, finanzieller oder wirtschaftlicher Hinsicht. Die Gemeinschaft des Glaubens entfalte hier ein tragende Wirkung. Der Austausch und Zuspruch untereinander, wie er seit Jahren beim Familientreffen in Pöllau gewachsen sei, bedeute unschätzbaren Wert. Die Familie sei gerade auch in unserer Zeit dazu berufen, eine soziale Ausstrahlung in die Gesellschaft zu entwickeln, dort wo Not und Zerbrechlichkeit in der eigenen Umgebung spürbar werden.

Mutter Teresa habe uns mit ihrem Ausspruch „a family wo prays together, stays together“ quasi ein Programm vorgelegt. Durch das offenherzige Gebet stärke Gott den Zusammenhalt der Familie, es sei ein tragende Säule. Dass spüre man auch nach außen, erinnerte der Bischof an Familien, die in schwerem Leid eine Kraft vermitteln, die nicht in die Resignation führe. „Wir können uns nicht vorstellen, wie groß die Wirkung einer Familie in ihre Umgebung und Gesellschaft ist, wenn sie Herzlichkeit, Glaube und Liebe vermittelt“, so der Familienbischof. Eine so lebendige Familie wirke bereits in sich als Verkünderin des Evangeliums, sie sei „Freude der Liebe“.

Küng rief dazu auf, sich persönlich, Eltern und Kinder, dem Herz der Muttergottes zu weihen. Wer prominente Freunde habe, sei in guten Zeiten innerlich oft stolz darauf; ob diese Freundschaften tragen, sei eine andere Sache. Die Muttergottes hingegen sei  „eine echte VIP, denn sie geht mit uns durch dick und dünn, durch gute und schlechte Zeiten“. Sie mache uns auch hellhörige für die Stimme Gottes. Sie selbst habe Gott ihr Gehör geschenkt und dadurch ihre zentralen Bestimmung geschenkt bekommen.

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