34 Tage im Zeichen der Schöpfung

Plakat zur Schöpfungszeit

St. Pölten, 17.08.2016 (dsp) Die liturgische Schöpfungszeit gilt seit der Einführung durch Papst Franziskus im Vorjahr als dritter Festkreis des Kirchenjahres. Sie beginnt dieses Jahr wieder am 1. September, dem Tag der Schöpfung, und endet mit dem Fest des Hl. Franziskus am 4. Oktober. Heuer ist jede Person dazu aufgerufen, ihren Lebensstil zu reflektieren; dabei geht es um die Verantwortung, die jede und jeder trägt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem UN-Jahresthema „Hülsenfrüchte“. Liturgische Materialien hat die ARGE Schöpfungsverantwortung bereits zur Verfügung gestellt.

Schöpfungszeit – was ist das?

1989 hat der ökumenische Patriarch Dimitrios I. von Konstantinopel erstmals dazu aufgerufen, "jedes Jahr zum 1. September in Gemeinschaft mit der heiligen Mutter Kirche, der großen Kirche Christi, zum Schöpfer der Welt zu beten“. Die westlichen Kirchen haben dies unter Berücksichtigung der eigenen liturgischen Traditionen auf eine Schöpfungszeit von 1. September bis zum 2. Sonntag im Oktober (das Fest des Hl. Franz von Assisi einschließend) ausgeweitet. Sie ist eine Kritik an der menschlichen Selbstentfaltung und ruft auf zum Bewusstsein einer bestimmten Zeit der Konzentration und Einübung in eine neue Lebenskultur.

Material und Infos

Die Website der ARGE Schöpfungsverantwortung bietet verschiedene Materialien und Informationen zur Schöpfungszeit, darunter ein Dossier mit den theologischen Grundlagen und pastoralen Impulsen sowie Beiträgen zu den Schwerpunkten Klima, Wasser, Boden und Landwirtschaft. Zwei Folder mit Impulsen liefern Fakten zum Klimawandel und Empfehlungen zu konkreten Taten, etwa in den Bereichen Einkauf, Reisen und Mobilität, Energienutzung und Abfallwirtschaft. Weiteres gibt es einschlägige Literaturempfehlungen.

Die Schöpfungszeit steht auch im Zusammenhang mit dem Weltjugendtag, der kürzlich in Krakau stattfand. Der Papst ermunterte die Jugendlichen, „rebellisch“ zu sein. Die ARGE Schöpfungsverantwortung will dies auch mit einer nachhaltigen Jugend verbinden, die sich ihrer entsprechenden Verantwortung bewusst ist und jetzt schon einen nachhaltigen Lebensstil pflegt.

Das Jahr 2016 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt, um dadurch den Verzehr von Hülsenfrüchten sowohl in Industriestaaten als auch Entwicklungsländern zu fördern. Sie gehören zu den nutzbarsten Kulturpflanzen überhaupt und sind zum einen für eine gesunde Ernährung, zum anderen für eine nachhaltige Landwirtschaft und Umweltschonung von großer Bedeutung.

Highlights in ganz Österreich

Die ARGE Schöpfungsverantwortung hat viele Programmpunkte und Themen für heuer geplant, unter anderem die Pannonische Messe am Sonntag, 2. Oktober um 9.00 Uhr im Dom zu Eisenstadt, die Ökumenische Schöfpungsvesper in der Deutsch Ordens-Kirche in Wien am Donnerstag, 1. September um 18.30 Uhr sowie der Franziskusgottesdienst am Gedenktag des Hl. Franz von Assisi am 4. Oktober im Franziskanerhaus in Ried im Innkreis.

Materialien und Informationen

Programm

 

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