„Wir RADLn in die Kirche!“ - Pfarren rufen zu klimafreundlicher Mobilität auf

Superintendent Paul Weiland (Evangelische Kirche Niederösterreich), Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng (Diözese St. Pölten), Armin Haiderer (Präsident der Katholischen Aktion), Denise Blauensteiner (Energie- und Umweltagentur NÖ)

St. Pölten, 11.08.2015 (dsp) Die Aktion „Wir RADLn in die Kirche“ findet heuer bereits zum vierten Mal statt. Gläubige aller Konfessionen sind aufgerufen, ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen und den Gottesdienst am 20. September mit dem Fahrrad zu besuchen. Das Ziel ist, möglichst viele Menschen zum RADLn im Alltag zu bewegen.

Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion, verweist in diesem Zusammenhang auf die neue Enzyklika von Papst Franziskus: „Wieviel Mensch verträgt die Erde? In der neuen Enzyklika ‚Laudato si‘ - benannt nach dem Sonnengesang des heiligen Franziskus - ruft der Papst die Menschheit zur ökologischen Bekehrung auf. Tun wir viele kleine Schritte hin zu einem umweltverträglichen und sozialen Lebensstil.“

„Die Hälfte unserer täglichen Wege ist kürzer als fünf Kilometer. Eine Strecke, die sich bequem mit dem Fahrrad zurückgelegen lässt, was wiederum der Umwelt zugute kommt. Darauf möchten wir am 20. September aufmerksam machen und rufen alle Gläubigen auf, mit in die Kirche zu radeln“, lädt Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf zum Mitmachen ein.

Statt mit dem Auto, sollen Gläubige den Weg zur Kirche am 20. September auf dem Sattel zurücklegen. Alleine im letzten Jahr beteiligten sich 80 Pfarrgemeinden an der gemeinsamen Aktion von Land Niederösterreich und der Initiative „RADLand Niederösterreich“. Unterstützer sind auch heuer wieder die Katholische Aktion der Diözese St. Pölten, das Umweltbüro der Erzdiözese Wien und die Evangelische Kirche Niederösterreich.

Gemeinsam RADLn in der Schöpfungszeit

Die Aktion findet in der Schöpfungszeit, eine sehr bedeutungsvolle Zeit im Kirchenjahr, statt. Christliche Kirchen bringen in dieser Zeit ihre Dankbarkeit gegenüber ihrem Schöpfer und ihre Verantwortung für die gesamte Schöpfung zum Ausdruck. „Dass die Welt auch für nachfolgende Generationen eine gute Lebensgrundlage bietet, liegt auch in unserer Verantwortung. Für den angemessenen Einsatz von Energie ist die Aktion ‚Wir RADLn in die Kirche‘ ein attraktives Beispiel, das zum Mitmachen und Nachdenken einlädt“, so Superintendent Paul Weiland von der Evangelischen Kirche in Niederösterreich.

Wichtiger Beitrag zur Europäischen Mobilitätswoche

Von 16. bis 22. September findet jedes Jahr die Europäische Mobilitätswoche mit dem Autofreien Tag statt. Heuer unter dem Motto „Do the right mix!“ Die Aktion „Wir RADLn in die Kirche“ ist ein wichtiger Beitrag aus Niederösterreich. „In zahlreichen europäischen Städten und Gemeinden finden Aktionen wie ‚RADLn in die Kirche‘ statt. Ziel der Europäischen Mobilitätswoche ist es, der Bevölkerung klimaverträgliche Mobilität schmackhaft zu machen und das unterstützen wir im ‚RADLand Niederösterreich‘ gerne“, erklärt Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ von der „RADLand Niederösterreich“ betreut wird.

Mitmachen lohnt sich

Genau wie das gemeinsame Radfahren stärkt auch die Gemeinschaft beim Pfarrfest den Zusammenhalt. Deshalb wird auch heuer wieder unter allen teilnehmenden Pfarren ein Gutschein im Wert von 500 Euro für das nächste Pfarrfest verlost.

„nextbike“ kostenlos nutzen

Wer kein eigenes Fahrrad besitzt, kann sich für den Weg zum Gottesdienst und auch während der gesamten Mobilitätswoche kostenlos ein „nextbike“ ausleihen. Das niederösterreichische Fahrradverleihsystem ist an über 200 Standorten in Niederösterreich und auch im Burgendland zu finden. Eine einmalige Registrierung über die „nextbike“-Hotline, 02742 22 99 01, oder auf www.nextbike.at genügt und es kann losgehen.

Foto: Superintendent Paul Weiland (Evangelische Kirche Niederösterreich), Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng (Diözese St. Pölten), Armin Haiderer (Präsident der Katholischen Aktion), Denise Blauensteiner (Energie- und Umweltagentur NÖ)