Weihbischof Leichtfried bei Elisabethfeier: „Caritas hilft denen, die sich nicht selbst helfen können“

Foto (Caritas): Mitarbeiterehrung bei der Caritas der Diözese St. Pölten mit Kuratoriumsvorsitzenden Eduard Gruber, Weihbischof Anton Leichtfried, Caritasdirektor Friedrich Schuhböck und Prälat Franz Schrittwieser, Geistlicher Assistent der Caritas St. Pölten.

St. Pölten, 20.11.2015 (dsp) „Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude“, sagte Weihbischof Anton Leichtfried zu den leitenden Mitarbeiterinnen der Caritas St. Pölten und den Dienstjubilaren bei der traditionellen Elisabethfeier im Bildungshaus St. Hippolyt. „Heute am Caritasfeiertag, möchte ich Danke sagen, euch und den vielen Menschen mit denen ihr verbunden seid“, so Weihbischof Leichtfried.<--break->

Die PfarrCaritas der Diözese widmet sich seit dem Vorjahr intensiv den neuen sieben Werken der Barmherzigkeit. „Damit seit ihr dem Papst voraus, der heuer das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen hat“, so Leichtfried, der aufruft „zu Solidarität mit denen, denen es nicht so gut geht. Und das sind in diesen Tagen auch die vielen Flüchtlinge in unserem Land.“

Caritas St. Pölten zieht Bilanz

2200 hauptberufliche Caritas Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Gebiet der Diözese St. Pölten. Im Vorjahr wurden 600.000 Stunden in der Hauskrankenpflege, Familienhilfe und mobilen Betreuung geleistet. 850 Menschen mit Behinderungen sind in Caritas Werkstätten beschäftigt und mehr als 3000 Menschen mit psychischen Erkrankungen wurden von der Caritas St. Pölten betreut und begleitet, berichtete Caritasdirektor Friedrich Schuhböck bei der anschließenden Mitarbeiterehrung.

In der aktuellen Flüchtlingsdiskussion bittet der Caritasdirektor: „Hört gut hin, und glaubt nicht alles was in den sozialen Medien an Unwahrheiten verbreitet wird:“ „Wir zahlen keine Handy, aber wir helfen dort, wo die aktuelle Not groß ist.“ Geholfen wurde mehr als 20.000 Flüchtlingen von hunderten Freiwilligen der Caritas in den vergangenen zehn Wochen in den Transitquartieren in St. Pölten, Wieselburg und Bischofstetten mit Kleidung, Schuhen und Hygieneartikeln. Weiters helfen die Freiwilligen bei Essensausgabe. Im Stift Melk wird in den nächsten Wochen ein Containerdorf aufgebaut, wo die Caritas St. Pölten 30 Asylwerber in der Grundversorgung betreuen wird. Als Schwerpunkt für 2016 sieht Caritasdirektor Schuhböck die Integrationsarbeit in den Gemeinden und Pfarren.

32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde bei der Elisabethfeier für 20, 25 und 30 Jahre Arbeit bei der Caritas St. Pölten gedankt.

Inhaltlicher Schwerpunkt bei der Elisabethfeier war die Präsentation der Arbeit der psychosozialen Einrichtungen in der Caritas St. Pölten. 307 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen im PSD (PsychoSozialer Dienst) und Club Aktiv am 12 Standorten mehr als 3000 Menschen mit psychischen Erkrankungen. In der Suchtberatung sind 42 MitarbeiterInnen beschäftigt. In der Einrichtung „Caritas Schloss Schiltern“ wohnen und arbeiten 55 Menschen mit psychischen Erkrankungen. 1600 lernschwache Jugendliche und Menschen mit Behinderungen wurden von MitarbeiterInnen der Beruflichen Integration bei Arbeitsassistenz, Jobcoaching, Berufsausbildungsassistenz und Jugendcoaching betreut und begleitet.

Im St. Pöltner Projekt BBO (Beschäftigung und Berufsorientierung) für Menschen mit psychischen Erkrankungen wurden im Vorjahr in den Bereichen Verkaufsladen (VIP), carla (Secondhand Laden), Bügelservice, Fertigung und Copyshop mehr als 43.000 Stunden von den TeilnehmerInnen geleistet.

Foto (Caritas): Mitarbeiterehrung bei der Caritas der Diözese St. Pölten mit Kuratoriumsvorsitzenden Eduard Gruber, Weihbischof Anton Leichtfried, Caritasdirektor Friedrich Schuhböck und Prälat Franz Schrittwieser, Geistlicher Assistent der Caritas St. Pölten.