Weihbischof Leichtfried bei Berufungswallfahrt: „Beten wir um Menschen, die uns auf die Spur Jesu bringen“

Weihbischof Leichtfried bei Berufungswallfahrt: „Beten wir um Menschen, die uns auf die Spur Jesu bringen“

Maria Taferl, 26.04.2015 (dsp) Das Priesterseminar und die Diözese St. Pölten luden am 4. Sonntag der Osterzeit zur Berufungswallfahrt nach Maria Taferl. Die Wallfahrt fand anlässlich des Weltgebetstages für geistliche Berufungen statt und stand unter dem Motto „Leben in der Spur Jesu“. Weihbischof Anton Leichtfried zelebrierte den Gottesdienst in der vollen Basilika, in seiner Predigt bat er die vielen Gläubigen: „Beten wir um Menschen, die uns auf die Spur Jesu bringen! Wir brauchen gute Ordensleute, Priester, Diakone, Pastoralassistent/innen, Religionslehrer/innen und kirchliche Mitarbeiter/innen.“

Jesus sei der Erlöser, auch wenn viele fragten: „Schau Dir die Welt an, wo ist die Erlösung?“ Aber Jesus wollte nicht mit Zwang erlösen, er wolle Freiheit. Er wolle, dass seine Botschaft in Freiheit gehört, angenommen und umgesetzt werde. Viele Spuren seien von Jesus, aber auch von guten Kirchenleuten gelegt worden. Die Spuren des Schöpfers wären gerade jetzt in der Zeit der wunderbaren Baumblüte in der Natur zum Greifen nahe. Auch wir müssten uns fragen, was wir persönlich hinterlassen: „Jede und jeder kann sich entscheiden, die Spur der Liebe und der Barmherzigkeit zu folgen oder jene des Hass, Egoismus und Neid.“ Er erinnerte anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren an die vielen Zerstörungen und Vernichtungen oder an den Terrorismus heute.

Weiters warf er eine gesellschaftspolitische Frage auf: „Wir werden wohl in der Geschichte als Wegwerfgesellschaft eingehen“. Diese reiche bis Afrika, wo unser Abfall von Kindern verarbeitet wird, welcher vielfach giftig sei.

Um das Thema „Berufungen“ wachzuhalten, begeht die Kirche jeweils am 4. Ostersonntag den Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Im Sinne von Matthäus 9,38 „Bittet den Herrn der Ernte“ wurde bei der Wallfahrt um guten und ausreichenden Nachwusch in den verschiedenen geistlichen und kirchlichen Berufen und Berufungen gebetet. Es wurde auch daran erinnert, dass alle Christen Berufene sind, und ihrem Leben der in der Taufe und Firmung grundgelegten Berufung zum gemeinsamen Priestertum Ausdruck geben sollen – eine Antwort auf Gottes Ruf.