Umgang mit Behinderten: Caritas St. Pölten unterstützt Albanien

Foto (Caritas): Vizeministerin Bardhylka Kospiri (vorne) zeigte sich beeindruckt von den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Im Bild mit Caritas Albanien Direktor Albert Nikolla, Friedrich Schuhböck, Direktor der Caritas St.Pölten und Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz.

St. Pölten-Albanien, 06.12.2015 (dsp) Das Los behinderter Menschen kann in Albanien ein hartes sein. Das Land hat die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen unterzeichnet und entsprechende Gesetzte verabschiedet, nun geht es um die Umsetzung dieser im konkreten Alltag der Menschen. Die Caritas St. Pölten unterstützt Albanien dabei. Gemeinsam mit dem örtlichen Caritas-Verband betreibt sie seit einem Jahr das Projekt "Being active -without barriers". Im Zuge dessen waren bis Freitag Albaniens Vize-Sozialministerin Bardhylka Kospiri und andere Politikvertreter auf Österreich-Besuch.


Kospiri und ihr Team holten sich in Österreich Anregungen für ein konkretes Vorgehen in ihrem Heimatland. "In Albanien sind wir gerade dabei rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Daher ist es für uns wichtig, erfolgreiche Modelle anderer Länder kennenzulernen und sie in unsere Arbeit einfließen zu lassen", so die Politikerin.

Auf dem straffen Ablaufplan der Delegation standen u.a. Treffen mit Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz, Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck und ÖVP-Behindertensprecher Franz-Josef Huainigg, sowie Besuche in den Caritas-Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Furth bei Krems und Loosdorf und der Recyclinganlage in Pöchlarn, in der auch Menschen mit Behinderung arbeiten.

In Albanien sind rund 3,6 Prozent der knapp drei Millionen Einwohner des Landes behindert. Zu tun gibt es hier viel: "Die Inklusion behinderter Kinder in der Schule, die Förderung behinderter Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt oder die barrierefreie Zugänglichkeit zu Gebäuden, Verkehrsmitteln oder Dienstleistungen", erläuterte die Vizeministerin.

Das Projekt "Being active - without Barriers" zielt darauf ab, die Situation von Menschen mit Behinderung in Albanien zu verbessern und ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten in der Öffentlichkeit stärker sichtbar zu machen. In drei Regionen (Lac, Vau Djes und Lezhe) werden die bestehenden Einrichtungen für Menschen mit Behinderung analysiert und die Ergebnisse gemeinsam mit den Behörden diskutiert.

Aufgrund dieser Daten werden regionale Rehabilitationsprogramme und Inklusionspläne erarbeitet. Außerdem eröffnet die Caritas drei Beratungs- und Servicestellen für Menschen mit Behinderung, die auch mit einem Mobilen Team ausgestattet sind. Mitfinanziert wird das Projekt von der österreichischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (ADA).

Foto (Caritas): Vizeministerin Bardhylka Kospiri (vorne) zeigte sich beeindruckt von den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Im Bild mit Caritas Albanien Direktor Albert Nikolla, Friedrich Schuhböck, Direktor der Caritas St.Pölten und Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz.