Stift Seitenstetten bekommt Gartenakademie

Abt Petrus Pilsinger freut sich auf die Gartenakademie im Stift Seitenstetten

Seitenstetten, 19.03.2015 (dsp) Das Benediktinerstift Seitenstetten hat heuer viel vor. Bei einer Pressekonferenz präsentierte der „Vierkanter Gottes“ mehrere Pläne für 2015. Unter anderem erhält der Klosterladen einen Relaunch, der bekannte Hofgarten bekommt eine Gartenakademie, und das Pilgern bleibt ein Schwerpunkt, berichtet Abt Petrus Pilsinger.

Man habe sich bei der Gartenakademie der Aufgabe gestellt, den Teilnehmern ästhetische Gartengestaltung im Einklang mit der Natur näher zu bringen und sie zu befähigen, schöne „Gartenbilder“ als eigenen Raum selbst zu planen, umzusetzen und erlebbar zu machen. Im Hofgarten gebe es auch die Möglichkeit gleich praktisch zu arbeiten. Ein umfangreicher Lehrgang wendet sich ab September 2015 bewusst an Gartenbegeisterte und Personen ohne Vorkenntnisse. Dazwischen gibt es viele weitere Kurse für Interessierte. In diesem Zusammenhang wirbt das Benediktinerstift auch gleich für die Gartentage vom 12. bis 14. Juni. Es wird geschätzt, dass 20-30.000 Menschen den Hofgarten jährlich kostenlos genießen.

Aber nicht nur der Garten blühe, sondern auch das Pilgerwesen. Am Palmsonntag wird die Pilger-Ausstellung wieder eröffnet, die im Vorjahr bereits 9.000 Menschen erreichte. Dieses Jahr soll jungen und modernen Künstlern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Werke vorzustellen. Außerdem soll es nach Ostern wieder jeden zweiten Samstag kleine, bereits bewährte Wallfahrten vom Stift Seitenstetten zur Basilika Sonntagberg geben, die von den Benediktinern betreut wird. Auch dort gibt es heuer umfangreiche Baumaßnahmen. So werde der Vorplatz der Basilika umgebaut. Ein weiterer Teil der Revitalisierung der Wallfahrtskirche sei die Schatzkammer, die ab 2016 wieder zugänglich gemacht werde. Der Abt zählt gleich einige populäre Wallfahrer-Höhepunkte auf: So gebe es eine Mostviertel-, eine Traktor- und eine große Musikantenwallfahrt.

Bereits am 17. April erwartet das Stift Hunderte Firmlinge aus der Diözese St. Pölten beim Event „Nacht des Feuers“. Abt Petrus: „Unser Stift ist über 900 Jahre alt, es fährt nicht wie ein Expresszug, sondern in vielen kleinen Schritten.“ Dabei gebe es viele Kooperationen: mit Pfarren, der Stiftsschule oder dem diözesanen Jugendhaus Schacherhof.