Seligsprechung Romeros

Große Freude herrscht in El Salvador über die Anerkennung des Martyriums des ermordeten Erzbischofs Oscar Romero (1917-1980) durch den Vatikan. Die letzten Schritte für die Seligsprechung seien nun im Gange, erklärte Romeros Nachfolger als Erzbischof von San Salvador, der Bischofskonferenz-Vorsitzende Jose Luis Escobar Alas, in einer Pressekonferenz.

Viele hofften sogar auf eine sofortige Heiligsprechung, zumal durch die Martyriums-Anerkennung für beide Schritte kein Nachweis eines Wunders nötig sei, gab der Erzbischof laut dem Onlineportal "Aleteia" an.

Escobar Alas hatte Papst Franziskus gemeinsam mit den anderen Bischöfen seines Landes im Mai 2014 ein Drei-Jahres-Programm für die Feiern zum 100. Geburtstag Oscar Romeros im Jahr 2017 überreicht. Die Kirche El Salvadors respektiere den vatikanischen Prozess und sei dem Papst für seinen Einsatz für dessen Fortschreiten äußerst dankbar, erklärte er nun. Gleichzeitig rief er alle Katholiken des Landes auf, am Ende jeder Messe für eine baldige Seligsprechung Romeros zu beten. Ein Gebetsvorschlag der Bischofskonferenz für diese Intention existiere bereits.

Das Grab des Märtyrers in der Kathedrale El Salvadors erhält am Freitag hohen Besuch: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der zuvor an einer Gedenkfeier zum Jahrestag des Bürgerkriegs-Friedensabkommen von Chapultepec im Jahr 1992 teilnimmt, will den Ort aufsuchen, hat Außenminister Hugo Martinez gegenüber der Tageszeitung "Dario Co Latino" (Onlineausgabe) bekanntgegeben.

Romero war am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes in San Salvador von Unbekannten erschossen worden. Die Hintergründe sind bis heute nicht vollständig geklärt. Romero hatte sich besonders für die Rechte der Armen eingesetzt.

(KAP)