Primiz-Volksfeste: Neustadtl und Hoheneich feierten ihre Neupriester

Foto: Primizfeier von Martin Hochedlinger in Neustadtl/Donau - er bekommt von seiner Mutter die Primiz-Kerze

Hoheneich-Neustadtl, 05.07.2015 (dsp) Die Primiz-Feier von Neupriester Martin Hochedlinger in der Pfarre Neustadtl/Donau (Bezirk Amstetten) und von Herbert Weissensteiner in Hoheneich (Bezirk Gmünd) waren wahre Volksfeste. Zahlreiche Freunde, Verwandte, Priester, Ordensfrauen und ehemalige Kollegen bereiteten ihnen einen großartigen Empfang.

Wie lief die Primiz von Martin Hochedlinger ab: Zuerst wurde er von seinem Elternhaus abgeholt. Dort spendeten ihm seine Eltern den Segen - eine einzigartige Geste. Im Heimathaus zierten die Nachbarn einen festlichen Türbogen, weitere drei - so genannte Schwibbogen - waren in Neustadtl verteilt, die beim Festmarsch zur Kirche durchschritten wurden. Nach dem Primiz-Hochamt feierte man Hochedlinger am Dorfplatz.

Die Primiz ist in der Bevölkerung äußerst populär, der „Erstlingssegen“ steht hoch im Kurs. Bei der Primiz steht der Neugeweihte erstmals einer Eucharistiefeier vor, sie wird normalerweise wie bei Hochedlinger am Sonntag nach der Weihe in dessen Heimatgemeinde gefeiert. Letzten Montag wurden er und der Mediziner Herbert Weissensteiner von Bischof Klaus Küng in St. Pölten zu Priestern geweiht. Neben seinen ehemaligen Kollegen von der Polizei marschierten die Volkstanzmusik, die Blasmusikkapelle, die Feuerwehr, die Katholische Jungschar, die Landjugend oder der Kameradschaftsbund auf.

Die Predigt wird von einem anderen, meist befreundeten Priester gehalten – in diesem Fall vom benachbarten Pfarrer Leopold Lumesberger aus Viehdorf. Es gilt als Ehre, die Primizpredigt halten zu dürfen. Häufig kommen dem Primizprediger weitere Aufgaben im Verlauf der Primizfeierlichkeiten zu. Zur Primiz erhalten die neugeweihten Priester Primizgewand, Primizkelch und Patene (Hostienschale). Feiert der Priester an anderem Ort, etwa an einer früheren Wirkungsstätte, noch einmal eine Primiz, spricht man von Nachprimiz. Je nachdem, wie viele frühere Wirkungsstätten sich melden, kann es auch zu mehreren Nachprimizen kommen. In der Regel finden diese in den ersten Wochen und Monaten nach der Weihe statt. 

Nachprimizen von Martin Hochedlinger: 12. Juli, 9 Uhr in Viehdorf, 19. Juli, 9 Uhr in Maria Anzbach und am 2. August um 10:30 Uhr in Eichgraben

Nachprimizen von Herbert Weissensteiner: 11. Juli, 19 Uhr in Harbach, 12. Juli, 8 Uhr in Bad Großpertholz, 2. August, 9:30 Uhr in Harmanschlag; 9. August, 8 Uhr in St. Martin, 23. August, 9:30 Uhr in Karlstift

Foto: Primizfeier von Martin Hochedlinger in Neustadtl/Donau - er bekommt von seiner Mutter die Primiz-Kerze