Papst: Bibel da verkünden, wo sie noch unbekannt ist

Papst Franziskus hat zu neuem Schwung bei der Verkündung des Evangeliums ermutigt. Die Bibel sei besonders in Gebieten zu verbreiten, wo die Frohe Botschaft bisher noch unbekannt sei, sagte er vor der Vollversammlung der Katholischen Bibelföderation im Vatikan. Allerdings werde auch in christlich geprägten Ländern die Unkenntnis über die Aussagen des Heiligen Buches größer.

Die Bibelföderation müsse dessen Texte wieder bekannter machen, auch wenn diese Aufgabe nicht immer leicht sei.

"Das Wort Gottes ist nicht etwas, was unser Leben einfacher macht. Nein, nein! Es bereitet uns Schwierigkeiten, und zwar immer! Wer das Wort Gottes mit sich trägt, hat Schwierigkeiten, und manchmal führt das auch zu einer unangenehmen Situation", so der Papst. Trotzdem müsse die wichtigste Aufgabe bleiben, "die Wahrheit zu verkünden".

Das erfordert nach Worten von Franziskus besondere Sorgfalt bei den Predigten. Bischöfe, Priester und Diakone sollten sie nicht mit "schönen Reden" verwechseln. "Das Wort Gottes ist sakramental. Für Luther war es sakramental, oder fast. Schöne Reden sind nicht sakramental."

Der Papst begrüßte besonders den neuen Präsidenten der Bibelföderation, Kardinal Luis Antonio Tagle von Manila. Der 57-Jährige wurde im März als Nachfolger von Kurienerzbischof Erzbischof Vincenzo Paglia (70) an die Spitze des Verbandes gewählt. Seit Mitte Mai ist Tagle zudem Präsident von Caritas Internationalis


(KAP)