NÖ-Familienverband: „Familie ist Eckstein des Landes“

Foto: Astrid Ebenberger (Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes Österreichs), Gemeinderätin Regina Endl, Familienverbands-Geschäftsführerin Eva Lasslesberger, Landesrat Karl Wilfing, Familienverbands-Vorsitzender Josef Grubner, Familienverbands-Vorsitz-Stv. Markus Mucha, Interessenvertretung der NÖ-Familien-Geschäftsstellenleiterin Sybille Pöck, Familienverbands-Präsidiumsmitglied Christof Planitzer, St. Pöltner Stadtrat Werner Edelbacher

St. Pölten, 12.10.2015 (dsp) Bei der 62. Jahreshauptversammlung des niederösterreichischen Katholischen Familienverbandes betonte Vorsitzender Josef Grubner: „Die Familie ist Eckstein des Landes.“ Daher müsse sich die Politik genau überlegen, wie die Gelder ausgegeben werden und empfahl dringend, nicht bei Familie zu kürzen, denn „diese sind die Zukunft unseres Landes“. Grubner: „Aufgabe des Familienverbandes ist es, der Politik zu sagen, dass Familie finanziell und materiell lebbar sein muss und dass diese aufgrund des Kindersegens nicht in die Armut abrutschen darf.“

Grubner verwies auf den Einsatz des Verbandes für Familien: Man setze sich ua. für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein oder für ein familiengerechtes Steuer- und Pensionssystem. Der Katholische Familienverband vertritt alleine in Niederösterreich Tausende Mitgliederfamilien, zur Hauptversammlung kamen auch viele junge und informierten sich über die Serviceleistungen: vom Oma-/Opadienst über die Aktion Tagesmütter bis hin zu nachhaltigen Projekten wie „Gutes Leben“, das im Jänner 2016 startet. Am Treffen nahmen neben zahlreichen Mitgliederfamilien ua. auch Landesrat Karl Wilfing und Astrid Ebenberger, Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes Österreichs teil.

 
Ja zu Wahlfreiheit: Sonderschulen und Integrationsklassen

Die größte überparteiliche Familienorganisation des Landes thematisierte bei der Jahreshauptversammlung besonders „Inklusion und Integration“ in der Schule. Grubner: „Die hochkarätige Diskussionsrunde hat gezeigt, dass der Katholische Familienverband ein wichtiger Input-Geber im Bildungsbereich ist.“ Josef Grubner plädierte dabei klar für die Beibehaltung von Sonderschulen, da sie ganz genau auf die Kinder mit speziellen Bedürfnissen eingehen. Auch den Diskutanten war die Wahlfreiheit zwischen Integrationsklassen und Sonderschulen wichtig. Es gehe um die je beste Förderung für die Kinder, so Grubner.

Die Landesschulrätin für Sonderpädagogik, Maria Handl-Stelzhammer, verwies in ihrem Statement, dass rund ein Viertel der Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche Förderung bzw. Begleitung bräuchten. Darunter seien Kinder aus Kriegsgebieten, aus sozial benachteiligten Familien oder Kinder, die Familienangehörige pflegen müssen. Aufgrund der sich ändernden Landkarte in den Bereichen Sprache, Religion oder Ethnien sei die Frage, wie uns der Umgang damit gelinge. Sehen wir es als Belastung oder Bereicherung? Vielfach gebe es Barrieren in unseren Köpfen. Kinder könnten mit den Veränderungen jedenfalls rascher umgehen als Erwachsene.

Für einen nachhaltigen Lernprozess bedürfe es, Kindern Zeit zu geben und genau hinzuhören. Handl-Stelzhammer: „Talent ist wichtig, Förderung noch wichtiger, aber am wichtigsten ist die Einstellung.“

Die Jahreshauptversammlung begann mit einem Gottesdienst im St. Pöltner Dom, den Dompfarrer Norbert Burmettler zelebrierte.
 
Foto: Astrid Ebenberger (Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes Österreichs), Gemeinderätin Regina Endl, Familienverbands-Geschäftsführerin Eva Lasslesberger, Landesrat Karl Wilfing, Familienverbands-Vorsitzender Josef Grubner, Familienverbands-Vorsitz-Stv. Markus Mucha, Interessenvertretung der NÖ-Familien-Geschäftsstellenleiterin Sybille Pöck, Familienverbands-Präsidiumsmitglied Christof Planitzer, St. Pöltner Stadtrat Werner Edelbacher