Massenexekution: Papst spricht Oberhaupt der Kopten Beileid aus

Papst Franziskus hat dem Oberhaupt der Kopten, Papst-Patriarch Tawadros II., sein Beileid wegen der Enthauptung von 21 koptischen Christen durch die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) ausgesprochen. Franziskus hate Tawadros II. in einem Telefonat seiner "tiefen Anteilnahme" am Schmerz der koptischen Kirche über diesen "barbarischen Mord" versichert.

An diesem Dienstag gedachte der Papst in seiner Morgenmesse der Opfer. "Wir widmen diese Messe unseren 21 koptischen Brüdern, die allein aus dem Grund getötet wurden, dass sie Christen sind", sagte er bei dem Gottesdienst in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses Santa Marta. "Wir beten für die, die Gott als Märtyrer annehmen möge, für ihre Familien und für meinen Bruder Tawadros, der so sehr leidet", sagte Franziskus mit Hinweis auf den koptischen Patriarchen, dem er bereits am Montagnachmittag bei einem Telefonat sein Beileid ausgesprochen hatte.

Besorgt äußerte sich der Papst über die Fähigkeit des Menschen zur Zerstörung. Mit Nachdruck verurteilte er zudem den Waffenhandel, der Kriege ermögliche, immer weiter verlängere und Tod bringe.

Bereits am Montagvormittag hatte der Papst die Tat verurteilt: "Sie wurden ermordet, weil sie Christen sind", hatte Franziskus gesagt: "Das Blut unserer christlichen Brüder ist ein Zeugnis des Aufschreis, ganz gleich ob es Katholiken, Orthodoxe, Kopten oder Lutheraner sind: Sie sind Christen, die mit ihrem Blut Christus bekennen."

Ein Video, das seit Sonntagabend im Internet kursiert, zeigt die Hinrichtung von 21 entführten ägyptischen Kopten durch IS-Terroristen an einem Strand. Bei einem Vergeltungsangriff durch die ägyptische Luftwaffe am Montag sollen laut Medienberichten Dutzende IS-Kämpfer getötet worden sein.

(KAP)