Laientheologen-Treffen: Jobaussichten für angehende Religionspädagogen ausgezeichnet

Laientheologen der Diözese St. Pölten

St. Pölten, 09.01.2015 (dsp) Über 70 Personen aus der Diözese St. Pölten studieren Theologie an der Universität Wien oder an der Philosophisch-theologischen Hochschule St. Pölten. Diese Laientheolog/innen halten intensiven Kontakt mit der Diözese, berichtet Ausbildungsleiter Raimund Triml: „Wir treffen uns regelmäßig während des Studienjahres zur praxisorientierten Weiterbildung oder zur spirituellen Vertiefung. Immer wieder begeben wir uns auch auf Reisen - etwa ins Heilige Land oder nach Rom.“ Zentrales Anliegen sei es, dass die meist jungen TheologInnen Kontakt zur Diözese halten, in der sie dann als Pastoralassistent/innen oder als Religionspädagog/innen arbeiten.

Beim diesjährigen Diözesantag im Jänner in St. Pölten besuchten die Theologiestudierenden verschiedene Einrichtung von Emmaus und informierten sich über die Hintergründe und Struktur. Die Studierenden waren von der Vielfalt der Einrichtungen beeindruckt. Durch den Tag führte Emmaus-Geschäftsführer Roland Hammerschmid.

Außerdem sprachen sie mit Schulamtsleiter Bischofsvikar Karl Schrittwieser über die beruflichen Perspektiven. „Die Anstellungsaussichten für angehende Religionspädagoginnen und Religionspädagogen sind derzeit wirklich gut, zumal die Hälfte der Religionslehrer sich in einem Alter zwischen 50 und 65 Jahre befindet“, so Schrittwieser. Außerdem freue er sich über die große Zahl der Studierenden für Religionspädagogik. Er sehe keine Gefahr für den Religionsunterricht, obwohl die Zahl der Abmeldungen an einigen Schulen besorgniserregend hoch ist. Das Interesse der Jugendlichen am Religionsunterricht sei trotz allem erstaunlich. Schrittwieser erwähnte das Beispiel der Berufsschulen, in denen Religion Freigegenstand ist, wo sich aber im Schnitt 84 – 88 % der Schüler für den Religionsunterricht anmelden.
 
Das diözesane Angebot für Theologiestudierende soll einen Einblick in das breite Spektrum kirchlicher Berufe geben. Zur Ausbildung zählen persönlichkeitsbildende Elemente, der Dialog mit den Weltreligionen sowie der Besuch von kirchlichen karitativen Einrichtungen. Zentral seien aber auch das Gemeinschaftsgefühl sowie spirituelle Angebote wie Gottesdienste und Einkehrtage. Und: „Es ist schön, dass so viele junge Menschen ihren Glauben nicht nur leben, sondern auch weitergeben wollen“, so Raimund Triml.