Katholische Aktion lädt zum "Autofasten" ein

St. Pölten, 13.02.2015 (dsp) In der Fastenzeit wird ab Aschermittwoch in Niederösterreich wieder "autogefastet": Die von der katholischen und evangelischen Kirche gemeinsam getragene Initiative "Autofasten - heilsam in Bewegung kommen" soll anregen, Alternativen zum Auto - in Form von "Öffis", Fahrrad, Zufußgehen oder Fahrgemeinschaften - "neu zu entdecken und auszuprobieren", betonen Katholische Aktion-Präsident Armin Haiderer und sein Generalsekretär Axel Isenbart sowie Pater Elisäus Hrynko vom Franziskanerorden, dem die Umwelt ein besonderes Anliegen ist.

 
Die seit einem Jahrzehnt durchgeführte Aktion Autofasten verzeichnet eine stetig steigende Teilnehmerzahl - auf der eigens eingerichteten Website www.autofasten.at ist die Rede von 15.000 Personen, die dabei mitmachen. Unter allen Autofastern werden am Ende der Aktion auch Preise verlost, etwa ein Wochenende für zwei Personen in einer italienischen Stadt sowie zehn Vorteilscards der ÖBB.
 
Die konkreten Zahlen beeindrucken: 9,42 Millionen Autokilometer und somit 1.860 Tonnen Kohlendioxid wurden von den Autofastenden eingespart, zeigt die Auswertung jener 1.019 Fragebögen, die von den Teilnehmenden im Anschluss an die Aktion rückgesandt wurden.

Ihre Wirkung entfaltet die Aktion besonders durch die Änderung der Wahl der Fortbewegungsmittel: Vermehrt probierten die Beteiligten öffentliche Verkehrsmittel aus, deren Nutzung sich von 47 Prozent im "normalen Alltag" auf 73 Prozent während der Aktion fast verdoppelte. Fahrgemeinschaften vervierfachten sich bei den Befragten durch die Aktion von fünf auf 20 Prozent, die Radnutzung stieg von sonst 50 auf 69 Prozent, ebenso der Anteil der Fußwege von 53 auf 73 Prozent in der Fastenzeit.

Als fast durchgehendes Anliegen forderten die Autofasten-Teilnehmer in Richtung Verkehrspolitik eine zwingend nötige Verbesserung des Öffi-Angebotes sowie Mut zu mehr Nachhaltigkeit.

Unterstützt wurde die Aktion von den jeweiligen Verkehrsverbänden und vielen Gruppierungen rund um das Thema sanfte Mobilität, die Preise für die Beteiligten zur Verfügung stellten. Hauptpreise waren u.a. Venedig-Bahnreisen sowie ÖBB-Vorteilscards sowie Fahrkarten der Verkehrsverbände.

Foto: Armin Haiderer und Axel Isenbart von der Katholischen Aktion mit Schüler/innen der Tourismusschule St. Pölten und P. Elisäus Hrynko vom Franziskanerorden