Hochkarätiges Nachdenken über nachhaltig friedvolles Finanzsystem im Stift Seitenstetten

Seitenstetten, 13.04.2015 (dsp) Wirtschaftswissenschaftler, Zukunftsforscher, Vertreter div. NGOs, Politiker und politisch Interessierte, diskutieren vom 7. bis 10. Mai zu einem brisanten sozialen und weltpolitischen Thema im Stift Seitenstetten: Wie kann das Geldsystem der Welt verbessert werden? Mit dabei sind prominente Experten wie Stefan Schulmeister vom WIFO, Friedrich Schneider von der Uni Linz, Graeme Maxton vom Club of Rome, aber auch Bischof Klaus Küng, Bischof Michael Bünker und Altabt Berthold Heigl. Der Titel des Symposiums lautet: „Schritte Richtung friedensfähige Weltordnung“.

Das Thema Geldwirtschaft berührt mittlerweile die gesamte Welt. Ob Griechenland, Frankenkrise oder private Verschuldung, das Geldsystem steht in Kritik. Vorträge, Filme, Workshops und lockerer Austausch zwischen Besuchern und Experten sollen innovative Ideen entwickeln. Das Ambiente des Barockstiftes Seitenstetten, die Möglichkeit im Historischen Hofgarten zu diskutieren und Geprächsmöglichkeiten mit den Referenten im Stiftsmeierhof lassen eine spannende Auseinandersetzung mit dem Thema erwarten. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Stift Seitenstetten, Bildungszentrum St. Benedikt, Nets.werk Nachhaltig leben und Pax Christi organisiert.

Referenten:
Univ. Doz. Mag. DI Erhard Glötzl: „Wege in der Krise – Wege aus der Krise“
Bischof Hon. Prof. Dr. Michael Bünker: „Martin Luther und der Wucher“
Rahim Taghizadegan, Vorstand des Instituts für Wertewissenschaft: „Geschichte
der Geldordnung“
Gen. Dir. a. D., Hon. Prof. DI Dr. Wohlmeyer: : „Sündhafte Strukturen“
Graeme Maxton: „Neue Art des Wachstums und Projekte des Club of Rome“
Bischof DDr. Klaus Küng, Vorsitzender der Finanzkommission der Österr.
Bischofskonferenz
Ing. Karl Sieghartsleitner: „Erfahrungen mit gelungenem überparteilichen Miteinander in der Gemeindestube“
(Angefragt) Axel Burkart, Workshop „Überall muss das Wissen von Geld gelehrt werden“
Mag. Matthias Funk: „Analyse der Geldschöpfung aus dem Nichts und die Rolle des Staates“
Dr. Gerhard Zwingler: „Nets.werk und SonnenZeit, Wachsende Alternativen“
Mag. Markus Pühringer: „Haben oder Sein“
DI Tobias Plettenbacher: „Workshop zu Regionalwährungen“
Jasmin Güngör: „Jugend Eine Welt -Wege der Jugend mit Don Bosco“
Susa Paul: „Vom Wert einer bereichernden Beziehungskultur – eine Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg“
Hans Rüdi Weber, Monetative Schweiz
Mag. Dr. Stephan Schulmeister: „Nicht auf das Geldsystem kommt es an, sondern darauf, was man mit Geld machen kann“
Bernd Senf: „Problempunkte des herrschenden Geldsystems und Ansatzpunkte Not-wendiger Veränderungen“
Bernice Maxton-Lee: „Der politische und finanztechnische Hintergrund von organisierter Umweltzerstörung“
Hans Scharpf LLM: „Überfinanzierung und Kick Backs“
Kristina Friedrich: „Sprache, Geld und Spiritualität - oder wie alles mit allem verbunden ist“
Univ. Prof. Dr. Friedrich Schneider: „Die europäische Wirtschafts- und Währungskrise - Wo stehen wir und welche Auswege oder Lösungsvorschläge gibt es?“
Dr. Raimund Dietz: „Aussöhnung mit dem Geld. Falsches Denken behindert nötige Veränderungen – z. B. Monetative“
Hajo Köhn, leitet „Neue Geldordnung“ Deutschland
Dr. Dirk Solte: „Wann haben wir genug? Europa im Fadenkreuz elitärer Macht“
 
Ablauf:

Beginn: Donnerstag mit dem Abendessen um 18:00 im Bildungszentrum St. Benedikt.
19:00 Impuls zu „Evangelii Gaudium“, danach besprechen und überlegen wir die Stellungnahme von Papst Franziskus zum herrschenden Wirtschaftssystem in Gruppen.

Am Freitag werden in 4 Sälen parallel zueinander 18 Experten aus Ö, D, und der Schweiz Vorträge aus unterschiedlichen Aspekten zur Geldfrage anbieten und Fragen beantworten.

Am Samstag arbeiten Experten und Vertreter von NGOs, zusammen mit Politikern und Betroffenen in geschlossenen Arbeitskreisen an konkreten Schritten für eine gerechtere Geldordnung. Für die Öffentlichkeit finden Gesprächsrunden in „Weltcafés“, geführte  Rollenspiele, Führungen von Experten durch die Ausstellung „Segen und Fluch des Geldes“ und Filmvorführungen statt. Interessierte sind herzlich eingeladen sich zu informieren, Visionen aufzuzeigen und Lösungsansätze zu besprechen.
Die Ergebnisse aller Arbeitskreise werden 
um 19:00 im Stift öffentlich präsentiert.

Am Sonntag werden am Vormittag konkrete Schritte für die Überwindung von Fehlern in der Geldordnung ausgearbeitet. Ein ökumenischer Gottesdienst um 11:30 und ein gemeinsames Mittagessen im Meierhof des Stiftes bilden den Abschluss.

Kosten: Die Teilnahme am Freitag kostet 30 €. Ermäßigungen sind möglich. Halbtags: 20 €. Lehrer und Schüler 2 €.

Interessierte sind gebeten sich im Bildungszentrum St. Benedikt anzumelden,  auch für  die gemeinsamen Mahlzeiten: bildungszentrum@st-benedikt.at Tel.: 07477 42885