"Dom der Wachau": Letzte Renovierungsetappe gestartet

Krems, 22.04.2015 (KAP/dsp) Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz die letzte Renovierungsetappe für den "Dom der Wachau" - die Kremser Stadtpfarrkirche St. Veit - angekündigt. Pröll und Küng äußerten sich im Anschluss an die letzte Kuratoriumssitzung zur Renovierung. Dabei wurde die nunmehr vierte Etappe mit einem Investitionsvolumen von 1.17 Millionen Euro beschlossen.

Diözesanbischof Küng sagte, dass bei diesem Projekt eine "große Mobilität der Menschen spürbar" sei. Viele Leute aus der Umgebung kämen hierher, der "Dom der Wachau" sei ein "Ort des Gebets" und ein "Ort der Seelsorge". Er sei sehr dankbar für die rasche Realisierung des Projekts und auch dafür, dass sehr viele Spenden aufgebracht worden seien.

Bereits 2009 waren erste Renovierungsmaßnahmen gesetzt und dann 2010 weitergeführt worden. 2011 folgte die Gründung des Kuratoriums. "2011 wurde das Presbyterium restauriert, 2012 die Raumschale des Querhauses und 2013 die Querschale des Langhauses", berichtete Pröll. Im Jahr 2014 seien die Restaurierungsmaßnahmen zurückgeschraubt worden, um die Jubiläumsfeierlichkeiten nicht zu sehr zu stören. Insgesamt seien bisher 2,77 Millionen Euro investiert worden, so der Landeshauptmann.

2015 stünden die Restaurierung der acht Seitenkapellen des Langhauses und Klimamaßnahmen an sowie bis 2016 auch die Außenrenovierung. Ursprünglich habe man für das Projekt eine Größenordnung von vier Millionen Euro vorgesehen, diese sei aber unterschritten worden. Gleichzeitig sei mit 2016 auch der Zeitplan unterschritten worden. Mit dem Erbe sei "sehr sorgsam und umsichtig umzugehen", damit "Kulturjuwele wie der 'Dom der Wachau'" erhalten werden und an die zukünftigen Generationen übergeben werden könnten, so Pröll.

Gründe für die Unterstützung der Restaurierung der Kremser Stadtpfarrkirche gebe es mehrere, erklärte der Landeshauptmann. Der "Dom der Wachau" sei "kunsthistorisch von Bedeutung", da er eine der frühbarocken Bauten nördlich der Alpen sei. Weiters sei er "die größte Stadtpfarrkirche der Diözese", liege im UNESCO-Weltkulturerbe und seine Restaurierung habe zudem auch "eine wirtschaftspolitische Facette", so Pröll: "Es werden 25 bis 30 Millionen Euro an Investitionstätigkeit im vor- und nachgelagerten Bereich ausgelöst."