Beliebte NÖ-Taizé-Jugendgottesdienste: 100. Geburtstag von Gründer Frere Roger

Taizé-Gebet in der Pfarre St. Valentin

Taizé, 08.05.2015 (dsp) Vor 100 Jahren (12. Mai) kam der Gründer der ökumenischen Mönchsgemeinschaft von Taizé, Frère Roger Schutz (1915-2005), zur Welt. Viele niederösterreichische Jugendliche begeistert sein Wirken, die Taizé-Spiritualität und die charakteristischen Gesänge.

Mehrere Gruppen aus Niederösterreich fahren im Sommer zu seiner Wirkungsstätte ins französischen Taizé, wo sie Tausende weitere junge Christen aus aller Welt treffen. Regelmäßige Gebete gibt es ua. in den Stiften Herzogenburg, Göttweig oder Seitenstetten, in der Pfarren Pyhra, St. Valentin und Krems oder im St. Pöltner Lilienhof. Zu den Taizé-Gebeten in der Pfarre St. Valentin gibt es immer besonders Teilnehmer/innen. Am 17. Mai gibt es in der Pfarre um 19 Uhr einen besonders großen Gottesdienst – mit anschließendem Dämmerschoppen.

Die ökumenische Gemeinschaft von Taizé startete vor kurzem ein Festjahr, das bis Jänner 2016 dauert. Das Thema des Festjahres lautet: "Auf dem Weg zu einer neuen Solidarität". Dabei erinnert die Gemeinschaft gleichermaßen an den 100. Geburtstag des Gründers Frère Roger (12. Mai), seinen 10. Todestag (16. August) sowie den 75. Jahrestag der Gründung der "Communauté" im Jahr 1940 (20. August).

Taizé gilt als ein Symbol der ökumenischen Bewegung. Der Ort in der Region Burgund wurde in den 1970er-Jahren zum Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. Der "Communauté" gehören rund 100 Männer aus mehr als 25 Ländern an, die aus der evangelischen, katholischen und orthodoxen Kirche stammen.

Geleitet wird die Bruderschaft von dem deutschen Katholiken Frère Alois Löser (61). Der Genfer reformierte Theologe Frère Roger Schutz hatte die Gemeinschaft 1940 gegründet, um sich eine Aussöhnung zwischen den Konfessionen, eine europäische Verständigung und einen einfachen Lebenswandel zum Ziel zu setzen. Am 16. August 2005 wurde er während des Abendgebets von einer geistig verwirrten Frau erstochen.