Begegnungstage: Stürmische Sternwallfahrt zur Bründlkapelle

Sternwallfahrt zur Bründlkapelle

Haunoldstein, 18.09.2015 (dsp) Eine Sternwallfahrt zur Bründlkapelle bei Haunoldstein war ein erster Höhepunkt der Begegnungstage im Dekanat Melk. Bei starkem Sturm feierte Bischof Klaus Küng an seinem 75. Geburtstag mit rund 500 Wallfahrern aus allen 22 Pfarren des Dekanats die Heilige Messe vor der Kapelle, die 1849 über einer heilkräftigen Quelle errichtet und der Jungfrau Maria geweiht wurde. Die bereits 4. Begegnungtsage sollen den Austausch unter den verschiedenen Pfarren der Region und die Gemeinschaft miteinander durch persönliche Begegnungen bei zahlreichen Veranstaltungen innerhalb zweier Wochen fördern.

„Dass wir dem Sturm ausgeliefert sind, ist ein Symbol für unsere Situation“, sagte Bischof Küng in seiner Predigt. „Doch wer glaubt, findet Halt beim Herrn.“ Auch die Flüchtlinge seien ein Zeichen für uns: Auch unter uns gebe es viele, die im übertragenen Sinne ohne Heimat seien. „Die Bründlkapelle ist ein Hinweis auf die Quelle des Heils.“ Nur Jesus Christus biete „wahre Heimat und Schutz vor den Stürmen des Lebens und der Welt; in ihm sind wir zu Hause“, so Küng.

Gott rufe uns in dieser Zeit auf, den Flüchtlingen zu helfen, betonte Küng, auch denen, „die auf der Flucht sind vor sich selbst, die ihre Heimat in Gott erloren haben“. Auch diese seien hungrig und bedürften der Heilung. Dabei gelte es, nicht viele Worte zu machen, sondern „im eigenen Herzen ein Licht anzuzünden“ und durch ein christliches Leben zum Zeichen für andere zu werden. „Wir dürfen nicht das, was uns innen bewegt, den anderen vorenthalten“, so Küng.

„Glauben teilen“ - Ausstellung im öffentlichen Raum

Den Auftakt zu den Begegnungstagen gabe es bereits zuvor bei der Eröffnung der Ausstellung „Glauben teilen“ mit Weihbischof Anton Leichtfried vor dem Einkaufszentrum in Mank. Die Ausstellung präsentiert im öffentlichen Raum die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler einer Volksschulklasse und zweier Klassen der Neuen Mittelschule mit ihrem Glauben. Persönliche Zeugnisse in Bildern und Texten sollen den Passanten Gedanken und Anregungen zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben mitgeben.

Glauben teilen sei eine ganz besondere form des Teilens, sagte Weihbischof Leichtfried bei der Eröffnung mit Dechant Wolfgang Reisenhofer, Direktor Sepp Winklmayr von den Pastoralen Diensten, Axel Isenbart von der Katholischen Aktion und Bürgermeister Martin Leonhardsberger. Heute sei es „fast schon ein Tabu, über den Glauben zu reden“, viele falle es auch sehr schwer. Das Wichtigste beim Glauben Teilen sei jedoch „nicht das Reden, sondern den Glauben zu leben, und gemeinsam im Glauben unterwegs zu sein“, so Leichtfried.