26. Juli: Christophorus-Sammlung für Missionsfahrzeuge - der Segen fährt mit

Foto: MIVA

St. Pölten, 20.07.2015 (dsp) Mit einem bewährten Slogan bittet die österreichische MIVA wieder vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer um ihre Spende: „Einen  ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto“. Die MIVA ist ein katholisches Hilfswerk, das sich die Finanzierung von Fahrzeugen für Mission und Entwicklung zum Ziel gesetzt hat. Die Sammlung wird in allen Pfarren in Niederösterreich durchgeführt.

Am Christophorus-Sonntag, dem 26. Juli 2015, werden in vielen österreichischen Pfarren Fahrzeugsegnungen abgehalten. Besonders gekennzeichnete Opferstöcke in den Kirchen stehen für die Spende zur ChristophorusAktion bereit.

Peru: Autos und Rollstühle

Einer von vielen Projektpartnern ist in diesem Jahr der junge Frauenorden „Siervas del Plan de Dios“ (Dienerinnen des Planes Gottes) in Lima, Peru. Mit großem Einsatz sorgen sich die Schwestern um Menschen in den Armenvierteln der Stadt. Sie unterrichten die Kinder, bringen den Alten Essen, helfen bei der Verbesserung der notdürftig eingerichteten Behausungen. Zudem betreiben die Schwestern eine Schule für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderungen. Sie entdecken Talente, fördern Begabungen und eröffnen so den jungen Menschen ungeahnte Perspektiven. Einige der Schülerinnen und Schüler kommen aus Armensiedlungen am Rand der Stadt. Sie werden täglich abgeholt und zurückgebracht. Ein Chauffeur ist dafür mit einem Kleinbus mehrere Stunden täglich unterwegs.

Die Ordensgemeinschaft ist für ihren Dienst in der riesigen Stadt auf funktionierende Fahrzeuge angewiesen. Aber sie haben die MIVA auch um Unterstützung für ein ganz besonderes Projekt gebeten: In der Schule werden dringend neue und bessere Rollstühle benötigt. Die Christophorusaktion soll ermöglichen, dass demnächst in Lima MIVA-Fahrzeuge besonderer Art unterwegs sind.

Unterwegs in den Bergen Perus

Die MIVA hat sich die Finanzierung von Fahrzeugen aller Art für Mission und Entwicklung zum Ziel gesetzt. MIVA-Autos bringen Priester in die Dörfer, Kinder zur Schule, Patienten ins Krankenhaus, medizinisches Personal zu den Stützpunkten. Sie sind für die unterschiedlichsten Pastoral- und Entwicklungsprojekte unterwegs. Mit den Spenden aus Österreich werden alljährlich Projekte in etwa 60 Ländern der Welt unterstützt.

Seit 35 Jahren ist der aus Königswiesen in Mühlviertel stammende Missionar und langjährige MIVA-Projektpartner Franz Windischhofer in Peru im Einsatz. Er betreut fünf Pfarren im Hochland von Peru, mit einem Einzugsgebiet von der Größe des Bundeslandes Salzburg. Windischhofer hat kürzlich einen neuen MIVA-Geländewagen erhalten und ist sehr zufrieden mit dem Fahrzeug, das auf einer Höhe von bis zu mehr als 5000 Metern nicht versagt und robust genug ist, die dauernden Erschütterungen auf den oft sehr schlechten Bergstraßen auszuhalten. „Dass ich mit dem Rücken noch kaum Probleme habe, verdanke ich auch der MIVA“, sagt Pfarrer Windischhofer, der fast täglich ins Auto steigt.

Die MIVA

Die MIVA ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche. Bei ihren Projekten handelt es sich ausschließlich um die Finanzierung von Fahrzeugen für Pastoral- und Entwicklungszusammenarbeit sowie für medizinische Versorgung in den ärmsten Ländern der Welt. Mit einem jährlichen Spendenaufkommen von rund 1,8 Millionen Euro ist die "Christophorus-Aktion" die größte Sammlung der heimischen MIVA. Insgesamt konnte das Hilfswerk im Vorjahr knapp 5,6 Millionen Euro Spendeneinnahmen verzeichnen. Damit wurden 2.821 Transportmittel in 56 Ländern finanziert.

Christophorus-Legende

Nach der Legende ist Christophorus ein Riese, der einen Herrn sucht. Weil er weder beten noch fasten kann, dennoch aber Christus als dem mächtigsten Herrn dienen will, erklärt er sich bereit, Menschen über einen reißenden Fluss zu tragen. Eines Nachts ruft ihn ein Kind. Er geht hinaus und trägt es über den Fluss. Da wird es immer schwerer – so schwer dass er, der Riese, zu ertrinken fürchtet. Ihm ist, als trüge er die ganze Welt auf seinen Schultern. Da sagt ihm das Kind: „Mehr als die Welt hast du getragen, der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde.“ Christophorus, dessen Name „Christus-Träger“ bedeutet, ist zum Patron der Reisenden geworden. Auch der MIVA dient er als Leitfigur, denn die Projektpartner in Mission und Entwicklung sind auf gewisse Weise ebenso „Christus-Träger“.

Spendenkonto: IBAN AT57 5400 0000 0077 7771, BIC OBLAAT2L

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