Zum Tode verurteilte Asia Bibi wendet sich an Papst

Die wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte Pakistanerin Asia Bibi hat einen Brief an Papst Franziskus gesandt. Darin bittet ihn die Christin, für ihre Freilassung zu beten, wie das Internetportal "Vatican Insider", dem das Schreiben vorliegt, am Samstag berichtete. Darin heiße es wörtlich: "Papst Franziskus, ich bin deine Tochter, Asia Bibi. Ich beschwöre Dich: Bete für meine Rettung und für meine Freiheit. In diesem Moment kann ich mich nur Gott, dem Allmächtigen anvertrauen, der alles für mich tun kann."

In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass ein Gericht in Lahore den Berufungsantrag der 2010 nach dem pakistanischen Blasphemiegesetz verurteilten fünffachen Mutter abgelehnt hat. Muslime ihres Dorfes hatten ihr vorgeworfen, sich beleidigend über den Propheten Mohammed geäußert zu haben. Bibi bestreitet dies. Ihre Anwälte wollen sich nun an das Oberste Gericht und somit die letzte juristische Instanz wenden. Bibi droht die Hinrichtung durch den Strang. Sowohl Papst Benedikt XVI. (2005-2013) als auch Franziskus forderten in der Vergangenheit die Freilassung der Christin.

(KAP)