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Wenns wirklich kriselt: 10 Jahre Notfallseelsorge Niederösterreich

Superintendent Paul Weiland, Notfallseelsorger Stefan Mayerhofer, Bischofsvikar Franz Schrittwieser, Evangelische Pfarrerin Birgit Schiller, Diakon Heinrich Schwertl

St. Pölten, 21.10.2014 (dsp) „Notfallseelsorger sind Lebensinseln, wo Menschen in Not und Leid anlegen können“. So kann die ökumenische Notfallseelsorge in Niederösterreich charakterisiert werden. Seit 10 Jahren wird geholfen.

Im Rahmen dieses Jubiläums lud die Notfallseelsorge zum Weiterbildungstreffen nach St. Pölten. Thema war „Krisen-Seelsorge“, es referierte die Leiterin der Notfallseelsorge in der Steiermark, Elisabeth Lienhart. „Weiterbildung ist heute auch in der Seelsorge wichtig, besonders aber dort, wo Seelsorge gemeinsam mit anderen Kirchen und Organisationen tätig ist“, so Stefan Mayerhofer, Koordinator der Notfallseelsorge NÖ.

Mit Diakon Heinrich Schwertl übernimmt nach Rücksprache mit Bischofsvikar Franz Schrittwieser die ehrenamtliche Leitung der Notfallseelsorge der Diözese St. Pölten. Mayerhofer bleibt weiterhin hauptamtlicher Koordinator der Notfallseelsorge der Diözese St. Pölten, Koordinator der ökumenischen Notfallseelsorge Niederösterreich und Mitglied in der Plattform Krisenintervention und psychosoziale Akutbetreuung Niederösterreich. Heinrich Schwertl wird vor allem für die strategische Weiterentwicklung der Notfallseelsorge und für den Kontakt mit den Kirchenleitungen, den Leitungen von Ämtern und Behörden sowie der Einsatzorganisationen zuständig sein.

Aufgaben

Notfallseelsorge wendet sich an Menschen, die durch elementare Ereignisse in ihrer Lebensgewissheit schwer erschüttert sind. Insbesondere sieht sie ihre Aufgabe in der unmittelbaren seelsorglichen Betreuung von Menschen, die unerwartet einen Angehörigen oder anderen nahestehenden Menschen durch den Tod verloren haben.

Die Krisenintervention umfasst die Betreuung vor Ort, die sich auf den aktuellen Anlass bezieht und erste Verarbeitungsschritte des traumatischen Ereignisses erleichtert. Dies geschieht unter anderem durch persönliche Zuwendung im seelsorglichen Gespräch. Wenn die Betroffenen es wünschen, wird versucht, der belastenden Lebenssituation gemeinsam aus dem Glauben – zum Beispiel durch Gebet, Abschiedssegen, Rituale – zu begegnen.

NotfallseelsorgerInnen arbeiten mit den Sozialeinrichtungen vor Ort und den Pfarrgemeinden zusammen.

NotfallseelsorgerInnen begleiten:
• Sie haben Zeit und lassen Menschen nach schweren Schicksalsschlägen nicht allein
• Sie sind einfach da und hören zu
• Sie ermöglichen, wenn erwünscht, einen Abschied von der/dem Verstorbenen durch Gebet, Segen und Abschiedsritual
• Sie tun das im Respekt vor dem Glauben und der Weltanschauung der Menschen, denen sie begegnen.

Foto v.l.n.r.: Superintendent Paul Weiland, Notfallseelsorger Stefan Mayerhofer, Bischofsvikar Franz Schrittwieser, Evangelische Pfarrerin Birgit Schiller, Diakon Heinrich Schwertl.