Weltweit erster Management-Lehrgang für christliche Schulleiter

Österreich ist Standort des weltweit ersten Management-Lehrgangs für Leiter christlicher Schulen und Bildungseinrichtungen. Studierende aus sieben Nationen - Deutschland, Tschechien, Norwegen, Schweden, Ukraine, Albanien, Großbritannien, USA und Österreich - starteten mit der Ausbildung, die von der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH) in Kooperation mit der US-amerikanischen Fordham University durchgeführt wird.

Der zweisemestrige Lehrgang richtet sich an amtierende und zukünftige Leiterinnen und Leiter von Schulen und Bildungseinrichtungen unter kirchlicher Trägerschaft und vermittelt qualifizierte Leadership-Skills auf Basis des christlichen Glaubens, heißt es in einer Aussendung der KPH.

Der Lehrgang "Emerging Leaders of Christian Schools Programme" bildet Führungspersonen aus, die ihre Bildungsarbeit ausdrücklich auf Grundlage des christlichen Glaubens gestalten wollen. "Unsere Studierenden lernen, basierend auf dem Gut christlichen Glaubens, der sich in Ethos und Menschenbild ausdrückt, ein effizientes und effektives Lehr- und Lernklima für ihre Institution zu gestalten und soziokulturelle Prozesse der Gegenwart in eine christliche Bildungs- und Erziehungstätigkeit einzubeziehen", sagte Christine Mann, Hochschulratsvorsitzende der KPH und als Präsidentin des Europäischen Komitees für das Katholische Schulwesen (CEEC) Initiatorin des Lehrgangs.

Neben dem Erwerb von Kenntnissen zur Geschichte des konfessionellen Schulwesens in Europa erarbeiten die Teilnehmer von einer christlichen Schulgemeinschaft mitgetragene Visionen des Lehrens, Lernens und Leitens für die Zukunft. Außerdem erhalten sie Anregungen, wie sie ihnen anvertraute Schüler sowie Mitarbeiter zu Engagement in Kirche und Gesellschaft motivieren und befähigen können, so die Lehrgangsverantwortlichen. "Die Zusammenarbeit mit der renommierten Fordham University New York, die von Jesuiten geführt wird, kann vielleicht manche Synergien im Zusammenhang mit der österreichischen 'PädagogInnenbildung Neu' bedeuten", erklärten KPH-Vizerektor Andreas Weissenbäck und Fordham-Professor Jerry Cattaro.

Die große Zahl an internationalen Teilnehmern beim ersten Lehrgang hat die Erwartungen der Organisatoren bei weitem übertroffen. Besonders erfreulich sei, dass Studenten aus Westeuropa mit solchen aus Ost- und Mitteleuropa zusammenkommen, so Christine Mann. "Damit kommen auch Situationen mit ziemlich abgesicherten rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen mit jenen Gegebenheiten zusammen, in denen außerordentliches Wachstum, aber weitgehend noch Unsicherheit in den Rahmenbedingungen herrschen." Die Anmeldungen für den ersten Management-Lehrgangs belegten auch den über die Grenzen hinaus reichenden, exzellenten Ruf der KPH Wien/Krems, die von Anfang an die europäische Dimension ihren Konzepten zugrunde gelegt habe.

Die KPH Wien/Krems ist Österreichs größte private Pädagogische Hochschule. Ihre Angebote zur Erstausbildung sowie zur Fort- und Weiterbildung von Lehrern verteilen sich auf fünf Standorte in Wien und Niederösterreich. Das Lehrangebot setzt sich derzeit aus acht Studiengängen der Erstausbildung, zehn Masterstudiengängen, acht Hochschullehrgängen und 16 Lehrgängen zusammen.

Die kirchliche Hochschule hat zudem europaweit Vorbildcharakter, weil hier erstmals die Religionslehrerausbildung mehrerer Kirchen - katholische, evangelische, orthodoxe, altkatholische Kirche - unter völliger Wahrung der jeweiligen konfessionellen Identität unter einem Dach erfolgt. Erklärtes Ziel ist es dabei auch, das christliche Menschenbild in die Weiterentwicklung allgemeiner Pädagogik einzubringen.