Weihbischof Fasching 85

em. Weihbischof Heinrich Fasching

St. Pölten, 23.05.2014 (dsp) Am 24. Mai vollendet der emeritierte Weihbischof von St. Pölten Dr. Heinrich Fasching sein 85. Lebensjahr. Wegen seiner schweren Erkrankung sind keine Feierlichkeiten möglich. Diözesanbischof Klaus Küng gratuliert Fasching zum Geburtstag sowie zum Diamantenen Priesterjubiläum (29. Juni) „herzlich“ im aktuellen Diözesanblatt.

„Weihbischof Heinrich ist durch seine Krankheit schwer gezeichnet“, so Bischof Küng. „Im Haus St. Elisabeth wird er mit großem Engagement gepflegt und von seinen priesterlichen Mitbrüdern geistlich begleitet. Die Entwicklungen in unserer Diözese und in der Weltkirche begleitet er mit seinem Gebet und Leidensapostolat. Im Singen geistlicher Lieder findet er seinen inneren Frieden. Möge ihm Gott in dieser lange dauernden Prüfung beistehen.“ Abschließend bittet Küng um das Gebet für Fasching.

Wissenschaftliche Werke

Ein besonders Anliegen war und ist Weihbischof Fasching stets auch die historische Forschung. Im November 2008 veröffentlichte er sein wissenschaftliches Lebenswerk: die Edition „Die Wiener Konstitutionen für Regulierte Augustiner Chorherren in Österreich im 15. Jahrhundert“. Zu seinem 80. Geburtstag konnte Fasching – schon im Rollstuhl – sein letztes Werk vorstellen: „Buchbach – Heimatdorf und Heimatkirche“. In diesem Werk hat er historischen Quellen und Literaturvorgaben seines Heimatortes verarbeitet und neu zusammengestellt, aber auch für Heimatforscher interessante Berichte eröffnet. Zwei Kapiteln des Buches befassen sich speziell mit der unter Josef II. gegründeten Pfarre und der Pfarrkirche, die bereits im 16. Jahrhundert erwähnt ist. Im letzten Kapitel erinnert sich Heinrich Fasching seiner Kinder- und Jugendjahre in diesem Ort.
Weitere Publikationen von Dr. Fasching als Autor sind „Dom und Stift St. Pölten“ sowie Beiträge im „Hippolytus“ und den „St. Pöltner Heften zur Diözesankunde“.

Lebenslauf

1929 in Höfnerberg in der Pfarre Pierbach in Oberösterreich geboren, hat Heinrich Fasching die Schule in Waidhofen/Thaya und nach dem zweiten Weltkrieg das Stiftsgymnasium in Melk besucht. Sein Theologiestudium absolvierte er in St. Pölten und wurde 1954 zum Priester geweiht.
Nach Kaplansjahren in Randegg, Loosdorf und St. Valentin wurde er 1956 Vizerektor im Seminar Melk und kam bereits 1957 bis 1960 zum Studium des kanonischen Rechtes an die päpstliche Universität Gregoriana nach Rom.
Nach seiner Rückkehr wurde Fasching Vizeoffizial des Diözesangerichtes und war von 1961 bis 1968 Ordinariatssekretär. Danach bekam er einen Lehrauftrag für Kirchenrecht an der Philosophisch-theologischen Hochschule St. Pölten und wurde von 1970 bis 1992 Direktor des Diözesanbauamtes und von 1970 bis 1993 Ordinariatskanzler. Seit 1976 ist Prälat Dr. Heinrich Fasching Mitglied des Domkapitels.
1991 wurde Dr. Heinrich Fasching zum Generalvikar bestellt und am 24. Mai 1993 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof von St. Pölten und Titularbischof von Acci ernannt. Über die Diözesangrenzen hinaus war Dr. Heinrich Fasching Vorsitzender der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission, und Referatsbischof für die Bereiche Missio und die MIVA. Von 1994 bis 2003 war er Vorsitzender der Kommission Justitia et Pax und von 1997 bis 2004 Präsident von Pax Christi Österreich.

Foto: em. Weihbischof Dr. Heinrich Fasching bei der Feier seines 80. Geburtstags