Vom Sozialwort zur Sozialtat

Markus Blümel und Erwin Burghofer erläutern das Projekt "sozialwort 10+"

St. Pölten, 14.02.2014 (dsp) Themen des Sozialwortes des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) sollen 10 Jahre nach dem Erscheinen in Lese- und Gesprächskreisen aktualisiert und konkretisiert werden. Markus Blümel von der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) und Erwin Burghofer von der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung stellten diese Relektüre Vertretern verschiedener Einrichtungen der Diözese St. Pölten vor, um den Prozess „sozialwort 10+“ möglichst breit aufzustellen.

Die Aufarbeitung des Sozialwortes, das die Kirchen östlicher und westlicher Tradition in Österreich 2003 gemeinsam herausgegeben hatten, soll die aktuellen Herausforderungen in der Gesellschaft sichtbar machen und „vom Sozialwort zur Sozialtat“ führen, wie Burghofer betonte. Das Projekt „sozialwort 10+“ wurde vom ÖRKÖ angestoßen, die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) führt die zwei Phasen des Prozesses durch. Einfließen werden die Ergebnisse und Rückmeldungen aus den verschiedenen Lesekreisen in drei österreichweite Dialogveranstaltungen (Juni bis Dezember 2014), in die auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Umweltorganisationen und andere Verantwortungsträger eingebunden werden sollen.

Blümel und Burghofer regten an, Initiativen zu gründen oder bereits bestehende Gruppen zu begleiten, die sich einen bestimmten Aspekt des Sozialwortes zum Thema machen. Drei Formen von Lese- und Gesprächskreisen wurden vorgeschlagen:
Einerseits Lesekreise, die sich an einem bestimmten Thema orientieren, das den Teilnehmern ein Anliegen ist oder zu dem schon Expertise gesammelt wurde. Andererseits können Lesekreise vom Text des Sozialwortes ausgehen, z.B. von einzelnen Kapiteln. Schließlich können sich etwa soziale Initiativen in Pfarren oder anderen Gemeinschaften an einem konkreten Projekt orientieren, das eventuell aufgrund des Sozialwortes entstanden ist.
Die Ergebnisse der Lesekreise werden von der ksoe bis Ostern gesammelt und sollen in die Dialogveranstaltungen einfließen und in der Folge dem ÖRKÖ für 2015 eine Entscheidungsgrundlage bieten zur Frage: Wie sollen die Kirchen künftig gemeinsam ihre soziale Verantwortung wahrnehmen?

Den Text des Sozialwortes, Unterlagen und Hilfestellungen für Lesekreise sowie Rückmeldebögen gibt es bei der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Schottenring 35/DG, 1010 Wien, Tel.: 01/310 51 59-82, E-Mail: sozialwort@ksoe.at oder unter http://sozialwortzehnplus.org und www.sozialwort.at.