Thomas Renner zum Abt von Stift Altenburg geweiht

Altenburg, 27.04.2014 (dsp) Am Sonntag erhielt der neue Abt von Stift Altenburg, P. Thomas Renner, von Bischof Klaus Küng die Benediktion (Weihe). Dabei erhielt er die sichtbaren Zeichen für die Abtswürde: Ring, Abtstab und Mitra wurden durch den Bischof überreicht. Am Gottesdienst nahmen ua. Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, die Bischöfe Küng und Weihbischof Anton Leichtfried, Generalvikar Eduard Gruber, zahlreiche Benediktineräbte und Vorsteher anderer Ordensgemeinschaft sowie eine große Schwesternschar teil. Von politischer Seite nahm ua. Landeshauptmann-Stv. Wolfgang Sobotka teil.

In seiner Predigt verwies Bischof Küng auf den Barmherzigkeitssonntag, der vielleicht ein Zeichen für dieses Fest sei. Diese Barmherzigkeit bräuchten wir in vielen Situationen und sie führe uns zur Umkehr. Wichtig sei aber auch ein neuer Aufbruch in der Kirche wie ihn Papst Franziskus wünsche. Und die Stifte seien wichtige Orte des Aufbruchs. Deren Ideale des Abendmahls und der Kommunion erinnerten an die Ideale der Urgemeinde. Aufgabe des Abtes sei es, den Mitbrüdern zu helfen, die christlichen Werte zu verwirklichen. So wie jeder eben Talente habe. Und solche Kraftquellen wie sie die Ordensgemeinschaft vorleben, würden auch andere anziehen. Bischof Küng hoffe und bitte, dass Stifte Orte der Erneuerung, der Heilung des Gebetes bleiben und Orte seien, wo Menschen die Barmherzigkeit Gottes erfahren. Dann beginne sich viel zu ändern. Das müsse auch mit einer Freude getan werden, wie eben Franziskus es als Vorbild vorlebe.

Landeshauptmann-Stv. Wolfgang Sobotka würdigte die Bedeutung des Stiftes für die ganze Region. Er verwies darauf, dass diese in einer Zeit der Beliebigkeit wichtige Mahner seien. Und er erinnerte an die gute Zusammenarbeit bei der kürzlich abgeschlossenen Renovierung.

Abt Thomas Renner freute sich über den vielen Zuspruch, den das Stift zuletzt bekomme habe. Sein Konvent wolle Zeugnis ablegen für die Liebe Gottes. Denn die Barmherzigkeit Gottes könne und wolle er nicht für sich behalten. Er danke Gott für seine Berufung zum Benediktiner und sehe es als Zeichen der Barmherzigkeit an.

P. Thomas (René) Renner wurde 1971 in Wien geboren, seine familiären Wurzeln liegen allerdings im Waldviertel. Nach dem Schulabschluss 1990 an einer Wiener Handelsakademie und sechs Semestern als Priesterseminarist in Wien trat er 1993 in das Benediktinerstift Altenburg ein und bekam von Abt Bernhard Naber den Ordensnamen Thomas. Nach der Feierlichen Profess 1997 und dem Abschluss seines Theologiestudiums an der Philosophisch-theologischen Hochschule St. Pölten 1998 wurde er am 11. Juni 1999 von Kardinal Franz König in der Stiftskirche Altenburg zum Priester geweiht.

Schon 1996 begann P. Renner als Religionsprofessor am Gymnasium Horn zu wirken, nach seinem Pastoraljahr in Horn wurde er 1999 Kaplan und Katechet in Röhrenbach, 2001 Moderator und später Pfarrer in Röhrenbach. Im Jahr 2008 wurde ihm von Abt Christian Haidinger die Stadtpfarre Horn anvertraut. Im September 2011 übernahm er dazu die Aufgabe des Priors im Stift.

Abt Christian Haidinger stand der kleinen elfköpfigen Altenburger Mönchskommunität seit dem 30. August 2005 vor. Er wird auch künftig die Aufgaben als Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation und als Erster Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs wahrnehmen.

Foto 1: Abtbenediktion durch Bischof Klaus Küng.
Foto 2: v.l.n.r.: Altabt Christian Haidinger, Bischof Klaus Küng, Neuabt Thomas Renner, Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen.