Stift Melk im Zeichen des Koloman-Gedenkjahres

Stift Melk im Zeichen des Koloman-Gedenkjahres

Melk, 14.03.2014 (dsp) Das Benediktinerstift Melk steht heuer wieder im Zeichen des heiligen Koloman. Im WachauLabor des Stiftes lautet das Thema der aktuellen Ausstellung: “Koloman – Ein Weg wird Botschaft“. Ab dem 26. März öffnen die Ausstellungen im Stift Melk wieder.

Nicht nur das Stift Melk mit seinen Sehenswürdigkeiten und die Region rund um die Stadt Melk bietet sich anlässlich des Gedenkjahres 2014 an, zu besuchen. Stiftsrestaurant und Kolomani-Shop bieten etliche „Schmankerl“.

Koloman, ein aktueller Heiliger

Der heilige Koloman ist der ehemalige Landespatron von Österreich sowie von Stadt und Stift Melk. Im Jahre 1014 ließ Marktgraf Heinrich I. die sterblichen Überreste von Koloman von Stockerau, wo er 1012 den Märtyrertod fand, nach Melk überführen. Dort wurde er am 13. Oktober 1014 bestattet – dieser Tag wird bis heute als „Kolomanitag“ begangen. Das Bestehen dieser Grabstätte ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür gewesen, dass Leopold II. im Jahre 1089 aus der Burg Melk ein Benediktinerkloster, das heutige Stift Melk machte. Im Jahr 2014 jährt sich dieses Ereignis nun zum 1.000 Mal.

Die Verehrung des heiligen Koloman ist bis auf den heutigen Tag lebendig. Gerade in unserer Zeit, wo mancher Angst vor dem „Fremden“ hat, kann er als aktueller Heiliger angesehen werden, weil er als Fremder in einem fremden Land nicht verstanden wurde, so das Stift Melk. „Wer anders ist, wer anders aussieht, wer anders spricht, macht sich verdächtig, macht Angst und kann leicht das Opfer von Vorurteilen werden“, heißt es aus dem Stift.

Bild: Statue des heiligen Koloman