„Sonntag der Völker“ wirbt für eine gerechtere Welt

Sie laden zum Sonntag der Völker: Pottenbrunner Pfarrer Sabinus Iweadighi (gebürtiger Nigerianer), Sepp Gruber, Seelsorger der Fremdsprachigen in der Diözese St. Pölten, P. Kroatenseelsorger Ilija Mijatovic OFM, St. Pöltner Dompfarrer Norbert Burmettler. Damen von der Philippinischen Gemeinschaft in Niederösterreich: Maria Sieder, Leonara Sulzer, Deyonne Aichinger.

St. Pölten, 23.09.2014 (dsp) Eine gerechtere Welt für Migranten steht im Mittelpunkt des heurigen "Sonntags der Völker", den die katholische Kirche am 28. September in der Diözese St. Pölten und weltweit begeht. "Migranten bereichern das kirchliche Leben und bringen vielerorts neuen Schwung ein. Der 'Sonntag der Völker' erinnert daran, verstärkt auf christliche Zuwanderer in unseren Pfarren zuzugehen und sie zum Mitfeiern, zur Mitarbeit und zum Gottesdienst einzuladen", sagt Sepp Gruber, der in der Diözese St. Pölten für die Migrantenseelsorge zuständig ist. Mehrere Pfarren feiern eigens gestaltete Messen.

Mit Bezug auf die Papstbotschaft zum Weltflüchtlingstag im Jänner 2014 soll unter dem Motto "Gemeinsam für eine gerechte Welt" ein Zeichen für mehr Solidarität gegenüber Flüchtlingen und Migranten gesetzt werden.

„In ganz Österreich werden am 28. September mehrsprachige Gottesdienste gefeiert“, berichtet Gruber. In den österreichweiten Gottesdiensten sollen Gedanken der Papstbotschaft vom 19. Jänner zum Weltflüchtlingstag aufgegriffen werden. Im Mittelpunkt stehe die Botschaft, dass die Schaffung einer "besseren Welt" trotz Schwierigkeiten erreichbar ist, "wenn authentische und ganzheitliche Entwicklungen würdiger Lebensbedingungen für alle angestrebt werden auf der Grundlage von Achtung, Bewahrung und Pflege der uns von Gott geschenkten Schöpfung", betont Gruber. Dazu brauche es eine Überwindung von Vorurteilen bei der Betrachtung der Migration, die dabei helfe, Ängste vor Umwälzungen in der sozialen Sicherheit und vor dem Verlust der eigenen Identität und Kultur abzubauen.

Zurzeit leben rund 1,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich. 500.000 davon sind Katholiken aus 31 Sprachgruppen. Die größte Gruppe stellen die Kroaten, gefolgt von den Polen, Ungarn und Tschechen.

Weihbischof Anton Leichtfried wird mit Seelsorgern anderssprachiger Gemeinden um 10.30 Uhr einen Gottesdienst im St. Pöltner Dom zelebrieren. Im Anschluss versammelt sich die Gemeinde zu einem Buffet im Brunnenhof des Domes.

Am Bild: Sie laden zum Sonntag der Völker: Pottenbrunner Pfarrer Sabinus Iweadighi (gebürtiger Nigerianer), Sepp Gruber, Seelsorger der Fremdsprachigen in der Diözese St. Pölten, P. Kroatenseelsorger Ilija Mijatovic OFM, St. Pöltner Dompfarrer Norbert Burmettler. Damen von der Philippinischen Gemeinschaft in Niederösterreich: Maria Sieder, Leonara Sulzer, Deyonne Aichinger.