Pottenbrunner Pfarrer und Tullner Schüler bringen Öko-Strom in nigerianisches Dorf

Tulln-St. Pölten, 18.02.2014 (dsp) Grandioses Projekt der Landwirtschaftlichen Fachschule Tulln und des Pottenbrunner Pfarrer Sabinus Iweadighi: Per Feuerwehrauto transportierte die Schule Photovoltaik-Ausrüstung zur Herstellung von Erneuerbarer Energie in den Geburtsort von Pfarrer Sabinus im nigerianischen Nkwumeato. Die Reise war eine kleine Odysee und dauerte eineinhalb Monate. Ziel des Projektes ist es, der Partnerschule Unterricht am PC zu ermöglichen. Die Anlage kann von Tulln aus gewartet werden, um etwaige Probleme jederzeit erkennen und lösen zu können.

Da die von Pfarrer Sabinus errichtete Schule keine funktionierende Stromversorgung hatte, beschloss die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln eine solche mittels Fotovoltaik aufzubauen. Nur so ist gewährleistet, dass die Schüler auch im Gegenstand EDV unterrichtet werden können. Projektleiter und Pädagoge Walter Wiesmüller, der seit 20 Jahren mit Pfarrer Sabinus befreundet ist, betont: „Mit unseren Schülern bauten wir die Anlage in der Schule in Tulln auf, nahmen sie in Probebetrieb und verpackten sie für die lange Reise.“ Dafür rief die Schule das Projekt „AFRICHILL“ ins Leben (www.africhill.at).

In den Gegenständen Erneuerbare Energie, Landtechnik und Holzbearbeitung wurde die Anlage im Unterricht von den Schülern aufgebaut und ein ausrangiertes Feuerwehrauto der FF Lehen für den Transport umgebaut. Pfarrer Sabinus begann vor drei Jahren in seiner Heimat Nigeria, mit dem Bau einer Grundschule, eines Gymnasiums und angeschlossenen Spitals. Inzwischen besuchen mehr als hundert Kinder aus ärmeren Familien seine „Magleopold“-Schule. Der Namen der Schule lehnt sich übrigens an den niederösterreichischen Landespatron an.

Für ihn ist Bildung der Weg aus Armut ins selbstständige Leben und „auch die beste Entwicklungshilfe“. Es schmerze ihn zu sehen, wenn ein Kind sehr gerne in die Schule geht, leicht lernt oder begabt ist, aber aufgrund der Armut der Elten auf der Straße enden oder die Talente verkommen“. Er hat das auch selber erlebt. "Wenn andere das für mich nicht getan hätten, wäre ich heute nicht hier, also möchte ich auch etwas von dem was ich bekommen habe, zurückgeben". Wenn ich ein oder zwei Kinder, das ersparen könnte, wäre ich froh.“

Die Unterstützung aus dem 6000 Kilometer entfernten Österreich ist vielfältig: Neben dem Aufbau der Photovoltaik Anlage für die Schule reist ein Arzt mit, der die Menschen im Heimatdorf kostenlos behandelte. Eine Pädagogin unterrichtete die Schüler der „Magleopold“-Schule vier Wochen Deutsch und man half bei der Fundamentlegung für ein neues Konventsgebäude der dortigen geistlichen Schwestern.

Da das Projekt noch nicht zur Gänze ausfinanziert ist freuen wir uns über jegliche Unterstützung unter: www.respekt.net, africhill 2 ,Projekt Nr. 613 oder www.africhill.at

Oder Spendenkonto:
Kontoinhaber Mission Pfarre Pottenbrunn
Kennwort: ...(Anzahl) Module von... (Name)
Konto-Nr: 41. 146. 010
RAIKA Region St.Pölten (Blz 32585)

IBAN: AT813258500041146010
BIC: RLNWATWWOBG

Bild 1: Die Projektverantwortlichen Pfarrer Sabinus Iweadighi und Walter Wiesmüller vor Ort in Nkwumeato.