Papst zu 1. Weltkrieg: Fehler der Geschichte nicht wiederholen

Papst Franziskus hat mit Blick auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren davor gewarnt, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Vielmehr müsse man aus der Geschichte lernen und stets "den Erfordernissen des Friedens durch einen geduldigen und mutigen Dialog Vorrang geben", sagte er am Sonntag bei seinem Mittagsgebet im Vatikan.

Er erinnerte daran, das sein Vorgänger Benedikt XV. (1914-22) diesen Krieg als "sinnloses Gemetzel" bezeichnet hatte. Zugleich forderte er Klugheit und Dialog zur Lösung der aktuellen Konflikte in Nahost, dem Irak und in der Ukraine.

Der tragische Erste Weltkrieg, der am morgigen Montag vor 100 Jahren begann, habe Millionen Opfer gefordert und immense Zerstörungen verursacht, sagte der Papst vor mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz. Er fügte hinzu, dass dieser Krieg "nach vier langen Jahren in einen sehr brüchigen Frieden" einmündete.

"Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg", sagte Franziskus vor mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz. "Erinnern wir uns: Mit dem Krieg verliert man alles, und mit dem Frieden verliert man nichts", fügte er hinzu - und wiederholte damit einen Ausruf von Papst Pius XII. vom 24. August 1939, wenige Tage vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Vor allem verwies Franziskus dabei auf die Kinder, die besonders von Kriegen betroffen seien: auf getötete, verwundete und verstümmelte Kinder, auf Waisen, auf Kinder, die als Spielzeug Kriegsgegenstände benutzten, und die nicht lachen könnten. In jedem Fall raube ein Krieg ihnen "die Hoffnung auf ein würdiges Leben, auf eine Zukunft raubt". Mit Nachdruck appellierte der Papst an alle Konfliktparteien: "Hört auf damit. Ich bitte euch von ganzem Herzen, jetzt ist die Stunde, um damit aufzuhören".

(KAP)