Papst würdigt Missionare: "Verschlossene Kirche wird krank"

Papst Franziskus hat den Einsatz von Missionaren für die weltweite Ausbreitung des christlichen Glaubens gewürdigt. "Sie haben viel Gutes für die Kirche bewirkt, denn eine Kirche, die stehen bleibt und sich verschließt, wird krank", sagte er bei einer Messe im Petersdom.<--break->

Wenn die Kirche nicht zu den Menschen gehe, um das Evangelium zu verkünden, und sich verschließe, drohten ihr Sünde und die Trennung von Gott durch eine weltliche Geisteshaltung. Die Missionare hätten den Mut gehabt, die Botschaft Jesu zu leben und die Armut und Not mit den Menschen zu teilen. Ihr Beispiel ziehe die Leute an und ermutige dazu, ihnen nachzueifern, um "den guten Kampf für den Glauben" weiterzutragen, so Franziskus.

Nicht selten ende das Leben eines Missionars gewaltsam, denn "der Teufel ist neidisch und kann nicht zulassen, dass ein Gebiet dank der Missionare Frucht trägt". Das könne die Kirche aber nicht daran hindern, der Welt die Botschaft von Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung zu verkünden, sagte der Papst.

Franziskus sprach bei einer Dankmesse für die Heiligsprechung der beiden in Kanada wirkenden Missionare Francois de Montmorency-Laval (1623-1708) und Maria Guyart (1599-1672). Der Papst hatte den Bischof und die Ordensfrau am 3. April per Dekret ohne vorherigen Nachweis eines Wunders und ohne Feier in den Heiligenkalender aufgenommen. 1980 hatte sie Papst Johannes Paul II. (1978-2015) seliggesprochen. An der Messe im Petersdom nahmen zahlreiche kanadische Pilger teil.

 

(KAP)