Papst wünscht frohe Ostern - Christentum darf kein Make-up sein

Papst Franziskus hat Gläubigen aus aller Welt ein frohes Osterfest gewünscht. "In dieser Woche können wir fortfahren, uns gegenseitig Osterwünsche auszusprechen, als sei die Woche wie ein einziger Tag", sagte Franziskus am Montag beim traditionellen Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Er ermunterte zudem dazu, eine Bibel zur Hand zu nehmen und die Passagen über Jesu Auferstehung nachzulesen. "Man tut gut daran, jeden Tag ein Kapitel davon zu lesen", so der Papst.

Vor Zehntausenden Pilgern und Touristen rief Franziskus dazu auf, sich von Freude und Staunen der Jünger über Jesu Auferstehung anstecken zu lassen. Diese Erfahrung müsse das Denken, Verhalten und Reden der Gläubigen von Grund auf prägen. Sie dürfe nicht einfach nur "Make-up" sein. Nur so könnten sie einen "Strahl vom Licht des Auferstandenen" in die glücklichen und in die schmerzhaften Momente des Lebens bringen, führte der Papst aus. In den schweren Augenblicken gebe dies Gelassenheit und Hoffnung. In den glücklichen bewahre es vor Egoismus und mache diese noch schöner.

Franziskus betete am Fenster der päpstlichen Privatgemächer im Apostolischen Palast zum ersten Mal in diesem Jahr das sogenannte Regina Coeli (Königin des Himmels). Es ersetzt in der Osterzeit das sonst übliche Angelus-Gebet. Der lateinische Wechselgesang, der das Stundengebet in der Osterzeit abschließt, ist nach seinen Anfangsworten benannt. Text und Melodie des gregorianischen Gesangs sind erstmals um 1200 in Rom bezeugt.