Papst: Missionare sind Helden

Papst Franziskus hat junge Menschen ermutigt, den Glauben als Missionare und Missionarinnen zu verkünden. Jene, die ihre Heimat hinter sich gelassen hätten, um in fremden Ländern das Evangelium zu verbreiten, seien Helden

, sagte Franziskus bei seiner Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz. "Vielleicht ist unter den vielen Jungen und Mädchen hier jemand, der den Wunsch hat, Missionar zu werden. Es ist schön, das Evangelium Jesu weiterzutragen." Jedoch brauche es dafür Mut, so der Papst vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz.

Ein brasilianischer Kardinal aus dem Amazonasgebiet habe ihm einmal erzählt, er besuche bei seinen Reisen in der Region stets die Gräber der Missionare und Missionarinnen. Sie alle, so der Kardinal, könnten sofort heiliggesprochen werden, weil sie alles für Jesus zurückgelassen hätten. Auch heute gebe es viele in der Kirche, die diesen Weg wählten, betonte der Papst. Der Heilige Geist bewahre die Kirche vor der Versuchung, sich in sich selbst abzuschließen. Der Geist von Pfingsten trage vielmehr die christliche Botschaft auch zu den entferntesten Brüdern, um die Liebe, den Frieden und die Freude Gottes miteinander zu teilen.

Franziskus sprach im Rahmen seiner Katechesen-Reihe über das Wesen der Kirche. Diese trage zu Recht die Attribute katholisch und apostolisch, erinnerte der Papst. Ihr katholisches, also universales Gesicht zeigt sich nach seinen Worten an ihrer weltweiten Ausdehnung. Das Evangelium gebe es in der Tat in allen Sprachen und lasse die Frohe Botschaft "symphonisch" überall aufklingen. Apostolisch sei die Kirche, weil sie auf dem Fundament und in der Kontinuität der Jünger Jesu stehe. Denn sein Auftrag an sie, hinauszugehen und das Evangelium zu verkünden, bestehe weiter.

(KAP)