Papst: Glaube des Petrus ist Fundament der Kirche

Papst Franziskus hat die zentrale Bedeutung des Apostels Petrus für die Entstehung der Kirche betont. In Petrus' unerschütterlichem Glauben habe Jesus die Hand Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes erkannt, sagte Franziskus bei seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz.

Im Tagesevangelium bei Matthäus bekennt der Jünger Simon seinen festen Glauben an Jesus, worauf dieser zu ihm spricht: "Du bist Petrus und auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen" (Mt 16,13-20).

Die Kirche sei ein Gebäude, das auf diesem Glauben als Fundament aufgebaut sei, sagte Franziskus vor mehreren Zehntausend Pilgern und Besuchern. Der Name Petrus rührt vom aramäischen Begriff "Kefa", Fels. Das Papstamt, auch als Petrusamt bezeichnet, erhebt die römischen Päpste zu Nachfolgern des Apostelfürsten.

Jesus appelliere mit seinen Worten aber auch an jeden einzelnen Christen. "Wenn der Herr in unseren Herzen einen, ich sage, nicht perfekten, aber ehrlichen und ursprünglichen Glauben findet, dann sieht er in uns lebendige Steine, mit denen er seine Gemeinschaft errichten kann", so Franziskus. Jeder Getaufte sei heute zu diesem Glauben berufen, um die Kirche in allen Teilen der Welt weiterzubauen.

Franziskus warnte außerdem vor einem verweltlichten Jesusbild. Viele sähen Jesus heute nur als großen Propheten, als weisen Meister und als ein Gerechtigkeitsmodell. Wie einst seinen Jüngern stelle der Gottessohn auch heute allen Menschen die Frage, welche Stellung sie ihm einräumten, so Franziskus vor mehreren zehntausend Pilgern und Besuchern. Er lud sie ein, drei Mal mit ihm gemeinsam den Satz zu wiederholen: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."