Papst ernennt 19 neue Kardinäle

Papst Franziskus nimmt 19 neue Mitglieder ins Kardinalskollegium auf. Das kündigte er am Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz an. Die kirchlichen Würdenträger aus vier Kontinenten werden am 22. Februar ins Kardinalskollegium aufgenommen.

16 der neuen Kardinäle sind unter 80 Jahre und damit zur Papstwahl berechtigt. Drei sind bereits über 80 Jahre alt. Die Zahl der Kardinäle erhöht sich damit insgesamt auf 218. Unter den neuen Kardinälen ist auch der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation.

Zusammen mit Müller erhalten zwölf Erzbischöfe aus zwölf Ländern der Weltkirche und vier leitende vatikanische Mitarbeiter vom Papst die rote Scheitelkappe und einen Ring als Zeichen ihrer neuen Würde. Die Zeremonie findet im Rahmen einer Kardinalsversammlung im Vatikan statt, einem sogenannten Konsistorium. Fünf neue Kardinäle kommen aus Südamerika, jeweils zwei aus Europa, Asien und Afrika und einer aus Nordamerika.

Die neuen Kardinäle sind außer Müller: Staatssekretär Piero Parolin, Lorenzo Baldisseri, Generalsekretär der Bischofssynode, Beniamino Stella, Präfekt der Kleruskongregation, Leopoldo Jose Brenes Solorzano, Erzbischof von Managua (Nicaragua), Gerald Cyprien Lacroix, Erzbischof von Quebec (Kanada), Orani Joao Tempesta, Erzbischof von Rio de Janeiro (Brasilien), Gualtiero Bassetti, Erzbischof von Perugia (Italien), Mario Aurelio Poli, Erzbischof von Buenos Aires (Argentinien), Andrew Yeom Soo-jung, Erzbischof von Seoul (Südkorea), Ricardo Ezzatti Andrello, Erzbischof von Santiago de Chile (Chile), Philippe Ouedraogo, Erzbischof von Ouagadougou (Burkina Faso), Jean-Pierre Kutwa, Erzbischof von Abidjan (Elfenbeinküste), Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster (Großbritannien), Orlando B. Quevedo, Erzbischof von Cotabato (Philippinen), Chibly Langlois, Bischof von Les Cayes (Haiti).

Außerdem benannte Franziskus drei über 80-jährige emeritierte Erzbischöfe wegen ihrer besonderen Verdienste zu Kardinälen. Unter ihnen den ehemaligen Privatsekretär von Papst Johannes XXIII. (1958-1963), Loris Francesco Capovilla, sowie Fernando Sebastian Aguillar, früherer Erzbischof von Pamplona und Kelvin Edward Felix, emeritierter Erzbischof von Castries.

Das Kardinalskollegium zählt derzeit 107 papstwahlberechtigte Mitglieder. Mit den 16 neuen Kardinälen wird sich ab 22. Februar diese Zahl auf 122 wahlberechtigte Kardinäle unter 80 Jahren erhöhen. Ein derzeit wahlberechtigter Kardinal - Giovanni Battista Re - wird am 30. Jänner 80 und scheidet damit aus.

(KAP)