"Ordensleben gehört zum Herzschlag des Evangeliums"

Ordensleben ist keine Randerscheinung der Kirche, Ordensleben gehört zum Herzschlag des gelebten Evangeliums: Das betonte Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, anlässlich des von Papst Franziskus für 2015 angekündigte Jahr des geweihten Lebens, das die Ordensschwester mit der Herausforderung verbindet, "unser Engagement zu vertiefen und neu zum Leuchten zu bringen".

Gottgeweihtes Leben gebe es in den vielfältigsten Formen. Vor diesem Hintergrund seien alle Ordensleute aufgefordert, die je eigene Berufung neu wahrzunehmen und aus dem Gründungscharisma heraus eine Antwort auf die Nöte der Menschen unserer Zeit zu suchen, betonte Sr. Mayrhofer in einer Aussendung am Dienstag.

Dass ein Ordensmann mit dem Namen eines Ordensgründer auf dem Stuhl des Petrus sitze, sei eine besondere Botschaft an die Kirche und ermutige diese, mit "liebevoller Aufmerksamkeit auf den Schatz des gottgeweihten Leben zu schauen".

Ähnlich formuliert es auch Abtpräses Christian Haidinger, Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Männerorden: "Als Ordensleute freuen wir uns über die große Wertschätzung des neuen Papstes." Diese sei gleichzeitig aber auch eine große Verpflichtung, dies in der Kirche und in der Gesellschaft durch Tun und Wirken in den vielen Bereichen, in denen Ordensleute leben und wirken, sichtbar und für die Menschen erfahrbar zu machen, betonte Haidinger. Auch er sehe im "Jahr des geweihten Lebens" eine Chance und Herausforderung, "in unseren verschiedenen Werken - in den Schulen und Krankenhäusern, in der kategorialen Seelsorge und in den pfarrlichen Aktivitäten - unser Engagement zur vertiefen und neu zum Leuchten zu bringen!"

Mayerhofer und Haidinger betonen gemeinsam, die Ordensgemeinschaften Österreichs werden das "Jahr des geweihten Lebens" gern zum Anlass nehmen, sich selbst neu am Evangelium auszurichten und Ordensleben als alternative Lebensform in Kirche und Gesellschaft sichtbar zu machen.

(KAP)