Ordensfrau? Priester? Reli-Lehrer? Sozialarbeiter? Diözese informierte über Jobs

Ordensfrau? Priester? Reli-Lehrer? Sozialarbeiter? Diözese informierte über Jobs

St. Pölten, 30.01.2014 (dsp) Was bewegt Menschen als Seelsorger, Pastoralassistent/in, Priester, Caritas-Mitarbeiter/in, Ordensfrau oder –mann, Sozialarbeiter oder Jugendleiter zu arbeiten? Wie Fachleute aus dem kirchlichen, geistlichen und kirchlichen Bereich Talente nutzen und Bewegung in Kirche und Gesellschaft bringen, konnten sich über 200 Schülerinnen und Schüler im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt erkundigen. Kirchliche Führungskräfte und Persönlichkeiten standen als Gesprächspartner zur Verfügung: von ORF-Religionsjournalist Christoph Riedl über Bischofsvikar Gerhard Reitzinger und Bildungshaus-Leiterin Lucia Deinhofer bis hin zu Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck.

Generalvikar Gerhard Gruber stellte zu Beginn des TheoTags seinen eigenen Berufungsweg vor. Zuerst erklärte er freilich, was denn überhaupt ein Generalvikar tut: Unter anderem versuche er als „Verwalter von 423 Pfarren“ auf Leute zuzugehen und Lösungen bei Problemen zu finden. Tief beeindruckt zeigte er sich über seinen Jugendpriester, der trotz der Haft im KZ Dachau danach nicht gehässig gewesen sei. Gruber priesterliche Berufung habe aus vielen Mosaiksteinchen, zahlreichen Gesprächen und „innerer Unruhe“ bestanden. Daher habe er auch nicht einen technischen Beruf eingeschlagen, wie es von der HTL-Ausbildung eigentlich vorgezeichnet gewesen wäre.

Schuhböck betonte: „Caritas und Kirche bieten Jobs mit Mehrwert, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht und sei sinnstiftend.“ Das wirke sich auch auf die Mitarbeiter aus, die weniger Krankenstände und seltener kündigen würden als anderswo. Bildungshausleiterin Deinhofer verwies darauf, dass „Gott viele Talente und Begabungen geschenkt hat“. Bischofsvikar Reitzinger sagte, gerade im kirchlichen Beruf gebe es viele, viele freudvolle Begegnungen. Und ORF-Journalist Riedl, der früher selbst im Jugendbereich der Diözese St. Pölten arbeitete, machte darauf aufmerksam, dass Religion durchaus ein Quotenrenner sein könne: Im Vorjahr erzielte die Wahl von Papst Franziskus die höchste Einschaltquote.

Die Veranstaltung war speziell für Schülerinnen und Schüler der letzten beiden Schulstufen aus mittleren und höheren Schulen. Die TheoTage 2011, 2012 und 2013 waren ein großer Erfolg mit bislang Hunderten Jugendlichen aus dutzenden Schulen. Der heurige Informationstag stand unter dem Motto „move your talents“ und bot Workshops, Diskussionsmöglichkeiten und Präsentationen.

In den Workshops erzählten junge Priester von ihren Berufungen, Studierende von der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten machten Lust auf das Theologie-Studium, Ordensschwestern berichteten von „Klostergeheimnissen“ und Jugendleiter beschrieben ihre Erfahrungen in der Jugendarbeit. Aber auch die Möglichkeiten zu Auslandseinsätzen als Entwicklungshelfer, die Seelsorgetätigkeit in Krankenhäusern, die Arbeit der Pastoralassistentinnen oder die Ausbildung zum Kirchenmusiker wurden vorgestellt. Es gibt eben eine bunte, vielfältige Palette an Möglichkeit in der Kirche!

Veranstaltet wurde der TheoTag von den Pastoralen Diensten, dem Schulamt sowie der Caritas.