Österreichs Kirche beteiligt sich an Beichtinitiative des Papstes

Österreichs Bischöfe laden die Gläubigen zur Teilnahme an der Gebets- und Beichtaktion "24 Stunden für Gott" am 28. und 29. März ein. Der Empfang des Bußsakraments und die eucharistische Anbetung stehen im Mittelpunkt der Initiative, die weltweit auf Initiative von Papst Franziskus in allen Diözesen veranstaltet und künftig jährlich jeweils am vierten Freitag und Samstag der Fastenzeit wiederholt wird.

Papst Franziskus wird die Aktion am Freitag, 28. März, mit einer Bußfeier um 17 Uhr im Petersdom starten und anschließend auch selbst im Beichtstuhl das Sakrament der Buße und Versöhnung spenden.

In jeder Diözese bietet während des Zeitraums der Initiative mindestens eine Kirche die eucharistische Anbetung an und bleibt für den Empfang der Beichte offen. Es sind jedoch alle Pfarren und Gemeinden eingeladen, "Abende oder andere Zeiten der Barmherzigkeit zu gestalten, Bußfeiern zu halten und Möglichkeit zum Empfang des Sakraments der Versöhnung zu geben", betonte die Wiener Pastoralamtsleiterin Veronika Prüller-Jagenteufel in einer Aussendung der Erzdiözese Wien. Auch wenn dies in der Fastenzeit vielerorts ohnehin getan werde, solle das Bewusstsein, sich mit der Aktion besonders "in die große Gemeinschaft der Kirche zu stellen", Mut machen zum Anvertrauen an den barmherzigen Gott, so die Theologin.

In der Diözese St. Pölten wird Bischof Klaus Küng am 28. März in Maria Dreieichen um 19 Uhr den Gottesdienst feiern und während der anschließenden Anbetung bis 22 Uhr auch selbst Gelegenheit zur Beichte anbieten. Neben der Wallfahrtskirche Maria Taferl gilt auch der St. Pöltner Dom als offizieller Aktionsort der Diözese; jeweils ab 17 Uhr bis spät in die Nacht und dann wieder ab den frühen Morgenstunden besteht hier die Möglichkeit zur Beichte, Aussprache und eucharistischen Anbetung.

Im Wiener Stephansdom gibt es am Freitag, 28. März, von 19 bis 20 Uhr eine "Stunde der Barmherzigkeit" mit Anbetung und Beichtgelegenheit. Zahlreiche weitere Wiener Kirchen nehmen an diesem und am darauf folgenden Tag an der Aktion teil - u.a. die Pfarren St. Rochus und Schmelz, die Annakirche oder das geistliche Zentrum der Loretto-Gemeinschaft in der Operngasse. Eine laufend erweiterte Liste auf der Website der Erzdiözese Wien zeigt, in welchen anderen Pfarren und Kirchen des Diözesangebietes die Aktion außerdem stattfindet.

In den Grazer Innenstadtkirchen werden an den beiden Tagen jeweils nach den Abendmessen Anbetungsstunden abgehalten werden. Darüber hinaus halten mehrere Pfarren und Dekanate der Diözese Graz-Seckau den Freitag vor Palmsonntag - diesmal der 11. April - als "Tag der Versöhnung" mit vermehrten Gelegenheiten, das Sakrament der Buße zu empfangen, heißt es seitens der Diözese.

In Linz lädt Bischof Ludwig Schwarz zur Teilnahme an den "24 Stunden für Gott" in der Karmelitenkirche ein. Er wird gemeinsam mit Prior Pater Benno Skala um 17 Uhr eine Andacht leiten und dabei das Allerheiligste zur Anbetung aussetzen. In den 24 Stunden darauf - auch während der Nachtstunden - besteht Gelegenheit zur Beichte und Aussprache.

In Innsbruck hat Diözesanbischof Manfred Scheuer alle Pfarren, Klosterkirchen und Ordensgemeinschaften zur Teilnahme an der Gebets- und Beichtaktion aufgerufen. In Innsbruck ist dazu am 28. März von 17 bis 24 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche der Redemptoristen ein Abend mit Beichtgelegenheit, Andacht, Eucharistiefeier sowie auch Kreuzweg und Anbetung anberaumt.

In Vorarlberg sind die Franziskanerkirchen in Bludenz und Dornbirn sowie die Kapuzinerkirchen in Bregenz und Feldkirch geöffnet - jeweils von Freitag, 28. März um 17 Uhr bis am darauf folgenden Samstag zur selben Uhrzeit.

In Salzburg unterstützt die Loretto-Gemeinde, die Kapelle im Pfarrhof von Salzburg-St. Blasius sowie die Pfarrkirche Koppl bei Salzburg den Auftakt der neuen Fastenzeit-Aktion aus dem Vatikan. Beginn ist auch hier um 17 Uhr.

Im Klagenfurter Dom beginnen die "24 Stunden" am Freitag um 18.15 Uhr mit einer musikalisch umrahmten Eucharistiefeier, gefolgt von der eucharistischen Anbetung mit Texten, Musik und Gebet vor dem Allerheiligsten sowie Beichtgelegenheit. Um 22 Uhr wird die Komplet gebetet, ehe die Aktion am Samstag mit der Kapitelmesse um 7 Uhr und anschließender Anbetung vor dem Allerheiligsten in der Sakramentskapelle noch bis 18.30 Uhr fortgesetzt wird.

Umkehr als Startpunkt

Der Aufruf zur Initiative, die auf italienisch "24 ore per il signore" heißt, stammt vom Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, Rino Fisichella. "Neuevangelisierung beginnt mit der persönlichen Umkehr und stellt daher auch das Sakrament der Beichte in den Mittelpunkt", so der Erzbischof im Auftrag des Papstes in einem Brief an alle katholischen Bischöfe. Die Barmherzigkeit sei eine "konstante tägliche Botschaft", die Papst Franziskus der Kirche ans Herz lege.