Kirche der Ukraine bleibt unter Schutz des Papstes

Der Vatikan will nach Worten des ukrainischen griechisch-katholischen Großerzbischofs Swjatoslaw Schewtschuk alles tun, um Frieden in Osteuropa zu erhalten und eine Eskalation des Konflikts zu verhindern. Das habe Papst Franziskus ihm bei einer Audienz am Montag versichert, erklärte der unierte Erzbischof von Kiew laut einem Kommunique seiner Kirche. Der Papst und der Heilige Stuhl verfolgten die Situation der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine mit größter Aufmerksamkeit.

Der Papst habe seine Solidarität mit dem ukrainischen Volk in seinem Leiden und in den Gefahren geäußert, heißt es in der Erklärung der Kiewer Zentrale der weltweit größten katholischen Ostkirche. Der Großerzbischof habe bei der Audienz über die Entwicklung der vergangenen drei Monate in der Ukraine informiert. Er habe deutlich gemacht, dass seine Kirche immer nahe bei den Menschen sei; daraus erkläre sich auch die Anwesenheit von Geistlichen auf dem Maidan.

Schewtschuk habe daran erinnert, dass seine Kirche während der Zeit des Kommunismus "dank der Einheit mit dem Papst überlebt hat". Der Papst sei "in der Vergangenheit immer Beschützer der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine gewesen, und auch jetzt braucht unsere Kirche die Hilfe des Heiligen Vaters und vor allem seine geistliche Leitung". Franziskus habe dem Großerzbischof versichert, dass es seiner Kirche in der Ukraine "nie am Schutz des Heiligen Stuhls fehlen" werde, so der Großerzbischof laut dem Pressekommunique.

Der Papst kennt Schewtschuk noch aus seiner argentinischen Zeit. Der gebürtige Galizier war 2009 bis 2010 Weihbischof und 2010 bis 2011 Ordinarius (Exarch) für die unierten Ukrainer am Rio de la Plata.

(KAP)