Große Mehrheit beklagt Kommerz rund um Weihnachten

"Weihnachten wird immer kommerzieller, der wahre Sinn des Festes geht meiner Meinung nach verloren": Dieser bedauernden Einschätzung hat sich in einer am Montag veröffentlichten GfK-Studie unter 500 Österreichern eine klare drei-Viertel-Mehrheit angeschlossen: Für 45 Prozent trifft das sehr, für weitere 30 Prozent weitgehend zu, nur jeweils zwei Prozent der Befragten teilen die Klage über den Weihnachtskommerz "eher nicht" bzw. "gar nicht".

Dementsprechend abgenommen hat in den vergangenen Jahren die Selbsteinschätzung, Weihnachten sei "für mich eine besinnliche Zeit und hat nichts mit Konsum zu tun": 2011 stimmten dem noch 61 Prozent (sehr) zu, 2012 und 2013 nur mehr 54 bzw. 51 Prozent, und bei der jüngsten Umfrage bekundeten gar nur mehr 43 Prozent ihre Unanfechtbarkeit durch den vorherrschenden Kaufrausch.

Immerhin jede und jeder Vierte wünscht sich nichts Materielles als Weihnachtsgeschenk; die Top-Geschenkwünsche sind Geld und Gutscheine gefolgt von Büchern und Kleidung. Wenig überraschend: Immer mehr Geschenke werden via Internet bestellt, der klassische Handel bleibt aber mit Abstand die Nummer eins.

Als GfK-Resümee lassen die beiden Studienautoren Anna Kulnig und Ulf Schätzel wissen: "Weihnachten ist weiterhin eines der wichtigsten Feste des Jahres."

(KAP)