Friedensradler machten Station in St. Pölten

Friedensradler machten Station in St. Pölten

St. Pölten, 22.07.2014 (dsp) Dutzende Österreicher nehmen derzeit an der Friedensradfahrt von Wien nach Konstanz teil. In der Tagesetappe St. Pölten machten sie auf die Anliegen Gewaltfreiheit, Versöhnung und Frieden aufmerksam. Friede sei notwendiger denn je, vielfach brenne es, so die Veranstalter und verweisen auf den Nahen Osten oder die Ukraine. Einer der Hauptorganisatoren ist Sepp Gruber von der Betriebsseelsorge Traisental, weitere kommen aus dem kirchlichen Umfeld, etwa von Pax Christi.

Außerdem ist der Chefredakteur der Kirchenzeitung der Diözese Feldkirch, Walter Buder, stellvertretretender Vorstand im Internationalen Versöhnungsbund.
 
Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Internationalen Versöhnungsbundes organisiert dessen österreichischer Zweig eine Friedensradfahrt von Wien nach Konstanz am Bodensee. Dutzende Radler nehmen die ca. 950 Kilometer in elf Tagesetappen für Gewaltfreiheit, Versöhnung und Frieden quer durch Österreich „strampeln“ und der Idee aktiver Gewaltfreiheit zu mehr Bekanntschaft in Österreich verhelfen. Am Zielort, in Konstanz/D, werden die Friedensradfahrer vom 1. - 3. August am Welttreffen des IFOR unter dem Motto: „100 Jahre für Gewaltlosigkeit“ teilnehmen. Eine Reihe von ‚Ikonen’ der internationalen Friedensbewegung (Goss-Mayr, Corrigan-Maguire, Perez-Esquivel, Sulak Sivaraska) wird am Jubiläumstreffen mit Vorträgen, Seminaren und Workshops teilnehmen.
 
Versöhnungsbund gegen Krieg
 
Die Sympathisanten und Freunde des Internationalen Versöhnungsbundes finden, dass es wichtig ist, inmitten des Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, die Existenz einer breiten Bewegung gegen Krieg in Erinnerung zu rufen. Es geht aber auch darum, die breite Öffentlichkeit in Österreich aufmerksam zu machen, dass es eine weltweite Bewegung gibt, in der - seit 100 Jahren - die aktive Gewaltfreiheit als der Weg zum friedlichen Zusammenleben der Menschen in Würde und Gerechtigkeit, nicht nur wach gehalten sondern auch mit Erfolg praktiziert wird. Der Name von Hildegard Goss-Mayr und ihres 1993 verstorbenen Gatten, Jean Goss, stehen international und in Österreich dafür.
 
Die Friedensradfahrt 2014 ist die vierte ihrer Art und wird von dem seit 1921 bestehenden österreichischen Zweig des Int. Versöhnungsbundes organisiert. Der 2011 verstorbene ORF-Journalist Werner Ertel gilt als Initiator und Ideengeber der ersten FriedensRADfahrt, die 2009 nach Jerusalem führte. Nach Sarajevo (2011) und Turin (2013) steht nun Konstanz/D - der „Geburtsort“ des Versöhnungsbundes auf dem Programm.
 
Foto: Friedensradler am St. Pöltner Riemerplatz.