Familienverband: Zehn Punkte wie Österreich noch familienfreundlicher wird

Mit einem zehn Punkte umfassenden Manifest reagiert der Katholische Familienverband auf die Vorstellung des Familienfreundlichkeits-Monitors.

„Familienfreundlichkeit darf nicht nur anhand der Geburtenrate gemessen werden, darum ist die Erstellung eines Familienfreundlichkeits-Monitors durchaus begrüßenswert“, so Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes als Reaktion auf dessen Präsentation durch Familienministerin Sophie Karmasin.

„Österreich soll bis 2025 das familienfreundlichste Land Europas werden, die derzeit im Raum stehenden Maßnahmen wie nicht ausreichende Wertanpassung der Finanzleistungen, Verkürzung der Elternteilzeit oder eine Aufhebung der beliebten Langvariante des Kinderbetreuungsgeldes sind alles Maßnahmen, die das Gegenteil bewirken“, ist Trendl überzeugt und fordert: „Familien wissen selbst am besten was sie brauchen“. Darum hat der Katholische Familienverband ein zehn Punkte umfassendes Manifest erstellt in dem er auf die Bedürfnisse der Familien eingeht. Darunter fallen Punkte wie die steuerliche Berücksichtigung der Unterhaltspflichten im Steuerrecht, die Anrechnung von Karenzzeiten bei den Biennalsprüngen sowie die regelmäßige Wertanpassung der Familienleistungen. „Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass Österreich familienfreundlicher wird“, ist Trendl überzeugt und wir wollen nicht bis zum Jahr 2025 warten! Wer mehr Kinder will, muss die Mehrkindfamilien fördern.

Manifest für mehr Familienfreundlichkeit in Österreich

Österreich ist ein familienfreundliches Land, die Familienleistungen beachtenswert. Für Gerechtigkeit zwischen den Generationen, wie auch zwischen Menschen mit und ohne Sorgfaltspflicht bleibt viel zu tun. Zehn Punkte wie Österreich (noch) familienfreundlicher wird.

1. Politische Partizipation der Familien
Politik spricht über, nicht mit den Familien – Kinderstimmrecht einführen.

2. Wert der Familien-Leistungen regelmäßig wertanapassen
Der Wertverlust beträgt 30 Prozent! Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Schulbuchlimit gehören regelmäßig valorisiert.

3. Steuerliche Berücksichtigung der Unterhaltspflichten im Steuerrecht
Für Über-Zehnjährige gibt es derzeit von der Steuer € 5,-- pro Monat und Kind! Im Regierungsübereinkommen 2013 ist die Berücksichtigung der Familien bei der Steuerreform vereinbart.

4 Gleiche pfändungsfreie Grenze für alle
Ausschließlich Eltern werden UNTER das Existenzminimum gepfändet!

5. Kein Angehörigenregress

6. Anrechnung von Karenzzeiten bei den Biennalsprüngen
Wer Elternzeit für die Neugeborenen und Kleinstkinder (!) nimmt, hat einen lebenslangen Einkommensnachteil, obwohl Eltern nach ihrer Rückkehr den gleichen Job machen, wie Kollegen und Kolleginnen ohne Karenzzeiten!

7. Mehrkindfamilien fördern!
Der Mehrkindzuschlag wurde halbiert, obwohl jetzt ausreichend Mittel im Familienlastenausgleichsfonds dafür enthalten sind! Eine höhere Geburtenrate wird überwiegend durch Förderung der Mehrkindfamilien ermöglicht.

8. Generationengerechtigkeit
Eltern – insbesondere von mehreren Kindern - leisten durch ihre Entscheidung für Kinder einen wesentlichen Beitrag zur Pensionsversicherung: Es ist eine große Ungerechtigkeit, dass gerade diese Eltern dafür keinen adäquaten Ausgleich in der Pension erhalten.

9. Familienfreundlichkeit in den Betrieben
Österreich hat arbeitsrechtliche Möglichkeiten für Eltern vorbildmäßig ausgebaut – (auch Väter-)Karenz, Elternteilzeit, Pflegezeit - die Inanspruchnahme gehört von den Betrieben aktiv angeboten!

10. Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen insbesondere der Nachmittagsbetreuung!
Die Wahlfreiheit der Eltern bei der Frage der Betreuung muss erhalten und ermöglicht werden.