Familienverband: "Kreuzdebatte anzuzetteln ist populistisch"

"Eine Woche vor der EU-Wahl eine Kreuzdebatte anzuzetteln ist populistisch und erweist dem 'Friedensprojekt Europa' absolut keinen Dienst".

Mit diesen Worten hat sich Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes, den vorangegangenen kritischen Stellungnahmen der Katholischen Aktion, der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände und des Katholischen Laienrates zu jüngsten Aussagen von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz angeschlossen. "Religion ist für viele Europäer Teil des Lebens, und religiöse Symbole geben Halt und Orientierung im Alltag", hielt Trendl in einer Aussendung am Mittwoch "mit Befremden" fest.

Schulz hatte vergangene Woche in einer TV-Sendung dafür plädiert, das Kreuz aus öffentlichen Gebäuden zu verbannen, nach heftiger Kritik daran gab er an, missverstanden worden zu sein.
Religion und die damit verbunden Symbole haben für viele Menschen eine hohe Bedeutung, erklärte Trendl. Deren Abwertung zeuge von Intoleranz und verletze die Gefühle Gläubiger.

(KAP)