Diözesane Berufungswallfahrt: Logik Gottes, sich aus Liebe zu verschenken

Maria Langegg, 26.10.2014 (dsp) „Wir brauchen Berufungen, aber nicht nur zum Ordens- und Priesterstand, sondern auch zum Familienstand“, sagte der Göttweiger Abt Columban Luser bei der diözesanen Berufungswallfahrt nach Maria Langegg. Es sei eine groß Freude, aber auch Bitte, eine Berufung zu erkennen und ihr zu folgen.

Die Fußwallfahrt für Jugendliche und junge Erwachsene stand heuer unter dem Motto „Lose & Find – mein Leben“. Dies sei an Klarheit und Paradoxität nicht zu überbieten, so Abt Columban. Das Leben verlieren und gewinnen – in der Logik Gottes gebe es oft einen anderen Plan. Das seien aus unserer Sicht oft „Anti-Werte“: wie etwa der Verzicht auf gesellschaftliche Anerkennung und Ansehen oder Karriere. Der Benediktiner fragte: „Was hat der Mensch Kostbareres als sein Herz?“

Logik Gottes sei es, sich ganz zu verschenken. Das habe aber nichts mit einer Lust am Leiden zu tun. Ganz im Gegenteil: Gott wolle für die Menschen die Fülle des Lebens. Durch diese Logik der Liebe, die sich verschenkt, komme man ans Ziel. Das sei ein nachhaltiger Sinn, die Vollendung. Und diese Logik der Liebe, die sich verschenkt, müsse das Thema jeder Berufung sein.

Zur Fußwallfahrt nach Maria Langegg lud heuer wieder die Berufungspastoral der Diözese St. Pölten unter Bischofsvikar Gerhard Reitzinger. Der Chor Effata aus Obritzberg gestaltete die Heilige Messe musikalisch.