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Diözesane Auszeichnung für Archivare

HR Dr. Anton Eggendorfer, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Dr. Herbert Wurster, Dr. Thomas Aigner

St. Pölten, 15.03.2014 (dsp) Diözesanbischof Klaus Küng verlieh dem früheren Direktor des NÖ Landesarchivs Anton Eggendorfer und dem Direktor des Archivs des Bistums Passau Herbert Wurster das Ehrenzeichen des hl. Hippolyt in Gold. Damit sollte die langjährige verdienstvolle Tätigkeit beider Persönlichkeiten um das Archivwesen der Diözese gewürdigt und bedankt werden. Die enge Zusammenarbeit mit dem Diözesanarchiv ergab sich einerseits durch die geographische Lage im Bundesland Niederösterreich, andererseits durch den historischen Bezug zum Bistum Passau, dem die Diözese bis 1785 angehört hatte.

Bischof Küng betonte die Bedeutung, „vom Gestern über das Heute zum Morgen zu führen“. Deswegen sei es ihm eine „Freude, mit dieser Auszeichnung die Wertschätzung für die wichtige und wertvolle Tätigkeit zum Ausdruck zu bringen“. In schwierigen Zeiten sei es oft „ein Trost zu wissen, wie es früher war“, so Küng. „Sieht man, welche Krisen schon überwunden wurden, bekommt man eine gewisse Gelassenheit.“

In Zeiten eines tief greifenden Wandels des Archivwesens durch Digitalisierung, „war und ist auch das Diözesanarchiv vor besondere Herausforderungen gestellt, bei deren Bewältigung sich die beiden Geehrten große Verdienste erworben haben“, betonte Diözesanarchivar Thomas Aigner in seiner Laudatio. Mit ihrem aktiven Engagement hätten sie wesentlich dazu beigetragen, dass Projekte wie die Digitalisierung der Urkunden der kirchlichen Archive (www.monasterium.net) und der Pfarrmatriken (www.matricula-online.eu) „nicht nur in Gang gesetzt, sondern auch erfolgreich umgesetzt“ werden konnten.

Anton Eggendorfer sei es zu verdanken, dass beide Unternehmungen mit massiver Unterstützung des Landes Niederösterreich durchgeführt werden konnten, so Aigner. Herbert Wurster wiederum sei intensiv in die Realisierung involviert gewesen und habe durch seine archivwissenschaftliche Expertise wesentlich zum Gelingen beigetragen. „Beide haben sich damit nicht nur um die historische Forschung Verdienste erworben, sondern auch um eine wesentliche administrative Entlastung der Pfarrämter ganz allgemein.“ An Tauf-, Trauungs- und Sterbedaten Interessierte müssen nun nicht mehr vor Ort in der Pfarrkanzlei betreut werden, sondern können bequem selbst im Internet recherchieren.

Als Historiker weisen beide Geehrten in ihrem Werk eine auch Reihe von grundlegenden Arbeiten zur Diözesangeschichte auf: Anton Eggendorfer über religiöse und kirchliche Symbolik in niederösterreichischen Gemeindewappen, oder Herbert Wurster zur Geschichte der Pfarre Weiten im Speziellen oder allgemein zur Passauer Diözesangeschichte, die bis ins 18. Jahrhundert auch das Diözesangebiet von St. Pölten umfasste.