Christen beten um Einheit der Kirchen

Logo Gebetswoche für die Einheit der Christen

St. Pölten, 15.01.2014 (dsp) Von 18. bis 25. Jänner findet die diesjährige "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" statt. Während der Gebetswoche kommen weltweit Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Internationales Leitthema der Woche ist heuer die Frage des Apostels Paulus im ersten Korintherbrief "Ist denn Christus zerteilt?".

In Österreich sind in den acht Tagen zahlreiche Veranstaltungen in allen Diözesen vorgesehen. Der traditionelle Gottesdienst des Ökumenischen Arbeitskreises NÖ-West zur Weltgebetswoche findet am Sonntag, den 19. Jänner, um 18 Uhr in der Leopoldkapelle des NÖ Landhauses in St. Pölten statt. Anschließend wird zu einer Agape geladen.

Die Texte der weltweiten Ökumene-Woche kommen dieses Jahr von Christen aus verschiedenen Kirchen Kanadas. In dem Land gibt es einen dynamischen Ökumenischen Rat und ein aktives Gebetszentrum für die Einheit der Christen. Auch in Nordamerika populäre Lieder und Hymnen wurden von Mitarbeitern des Zentrums verfasst, und sie finden sich auch in den Unterlagen.

Die Ursprünge der Weltgebetswoche gehen bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Seit 1968 werden die Themen und Texte für die Gebetswoche vom Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen und dem weltweiten Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat, WKR) veröffentlicht. Die Grundtexte für die Weltgebetswoche stammen jedes Jahr aus einem anderen Land. Heuer wurden sie von kanadischen Christen erarbeitet.

Tag des Judentums

Anlässlich der Weltgebetswoche wird seit dem Jahr 2000 auch der "Tag des Judentums" begangen. Auf diese Weise soll die Besinnung auf die jüdischen Wurzeln auf der Suche nach der Einheit der Christen zum Ausdruck gebracht werden. Die jährliche Veranstaltung zum "Tag des Judentums", zu der der Katholische Akademiker/innenverband und die Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten einladen, findet am Freitag, den 17. Jänner, um 19 Uhr im Bildungshaus St. Hippolyt zum Thema "Vielfalt des Judentums" statt. Nach einem Kurzbeitrag von Josef Pichler, Professor für Neutastamentliche Bibelwissenschaft, über die "Vielfältige Gestalt des Judentums in neutestamentlicher Zeit" hält Religionswissenschaftler Markus Ladstätter, Vizerektor der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Graz, den Hauptvortrag zum Thema "Vielfalt des judentums heute".